Governance / Dokumentation
Architekturentscheidungen, ADRs und Governance
ADRs halten fest, warum eine Infrastrukturentscheidung getroffen wurde und welche Konsequenzen daraus entstehen.
Warum ADR
Enterprise-Infrastruktur enthält viele irreversible oder teure Entscheidungen. ADRs verhindern Wissensverlust.
Gute ADRs
Eine gute ADR ist kurz, konkret, entscheidungsorientiert und nennt Konsequenzen.
Governance ohne Blockade
Governance soll Leitplanken geben, nicht jedes Team lähmen. Automatisierte Policies sind besser als manuelle Kontrolllisten.
Ausführliche Beispiele
ADR Template
# ADR-007: Separate Produktions-Cluster für kritische Workloads
## Status
Akzeptiert
## Kontext
Mehrere fachlich kritische Systeme teilen aktuell dieselbe Plattform mit Test-Workloads.
## Entscheidung
Kritische Produktionsworkloads werden in separaten Clustern mit eigener Serviceklasse betrieben.
## Konsequenzen
- höhere Kosten
- bessere Isolation
- klareres DR-Modell
- weniger Störung durch nichtkritische Workloads
Typische Stolperfallen
- Entscheidungen stehen nur in Chat/Tickets.
- Governance wird als Bürokratie statt Wissensspeicher verstanden.
Prüf- und Verständnis-Checkliste
- ADRs sind versioniert.
- Entscheidungen haben Owner und Reviewdatum.
Merksatz
Enterprise-Regel: Eine Infrastrukturkomponente ist erst fertig, wenn sie fachlich begründet, automatisiert, beobachtet, geschützt, dokumentiert und wiederherstellbar ist.