Netzwerk, DMZ, DNS, Load Balancer und Firewall
Netzwerk macht Dienste erreichbar, begrenzt Kommunikationswege und entscheidet, welche Systeme einander sehen dürfen.
Fachliche Perspektive
Für Fachbereiche bedeutet Netzwerk: Portale öffnen sich, Partner-APIs funktionieren, Batchdaten fließen und Angriffe bleiben begrenzt. Für Betrieb bedeutet es: klare Zonen und nachvollziehbare Flows.
DNS und IPAM
DNS ist oft kritischer als einzelne Server. Ohne saubere Namen, Zonen, TTLs und IPAM entstehen schwer auffindbare Fehler.
DMZ und Segmentierung
Eine DMZ trennt externe Zugriffe von internen Systemen. Firewall-Regeln müssen fachlich begründet und regelmäßig geprüft werden.
Load Balancer
Load Balancer benötigen Health Checks, TLS-Strategie, Zertifikatsbetrieb, Session-Konzept und klare Verantwortlichkeiten zwischen Netzwerk- und Plattformteam.
Ausführliche Beispiele
Firewall-Regel mit fachlicher Begründung
firewall_rule:
id: FW-PARTNER-ORDER-001
source_zone: partner-dmz
destination_zone: app-prod
destination_service: order-api
protocol: tcp
port: 443
purpose: "Partner senden signierte Bestellungen"
owner: order-platform-team
review_cycle: quarterly
expires: 2027-06-30
Route/Ingress im Plattformkontext
apiVersion: route.openshift.io/v1
kind: Route
metadata:
name: order-api
namespace: orders-prod
spec:
host: order-api.company.example
to:
kind: Service
name: order-api
tls:
termination: edge
insecureEdgeTerminationPolicy: Redirect
DNS-Checkliste
Prüfen bei Erreichbarkeitsfehlern:
1. Name löst korrekt auf?
2. TTL passend?
3. Split DNS intern/extern korrekt?
4. Load-Balancer-VIP erreichbar?
5. Zertifikat passt zum Hostnamen?
6. Firewall erlaubt genau diesen Flow?
Typische Stolperfallen
- Firewall-Regeln ohne Ablaufdatum bleiben jahrelang offen.
- DNS wird als Nebensache behandelt.
- Health Checks prüfen nur TCP-Port, nicht fachliche Bereitschaft.
Prüf- und Verständnis-Checkliste
- Jeder Flow hat Quelle, Ziel, Port, Zweck, Owner.
- DNS und Zertifikate sind gemeinsam geplant.
- Netzwerkdiagramme zeigen Zonen und Verantwortlichkeiten.
Merksatz
Enterprise-Regel: Eine Infrastrukturkomponente ist erst fertig, wenn sie fachlich begründet, automatisiert, beobachtet, geschützt, dokumentiert und wiederherstellbar ist.