Kosten, Lizenz, SLA, SLO und Betriebsmodell
Enterprise-Infrastruktur muss finanziell und organisatorisch verstanden werden: Hardware, Software, Support, Lizenzen, Personal, Rufbereitschaft, SLA und Kapazitätsreserve.
Kostenarten
Kosten entstehen durch Hardware, Storage, Netzwerk, Strom, Kühlung, Rechenzentrum, Virtualisierung, Plattformsoftware, Backup, Monitoring, Security, Support und Menschen.
SLA und SLO
SLA ist ein externes Versprechen. SLO ist eine interne messbare Zielgröße. Ohne SLO kann das Team nicht steuern.
Lizenzlogik
Manche Produkte werden pro Core, Socket, Node, VM, Nutzer oder Subscription berechnet. Architekturentscheidungen können Lizenzkosten massiv beeinflussen.
Chargeback/Showback
Tags, Namespaces, Quotas und Kostenstellen machen Plattformnutzung sichtbar. Das verhindert blinde Überdimensionierung.
Ausführliche Beispiele
Kostenmodell grob
cost_model:
platform: openshift-prod
period: yearly
cost_categories:
hardware: servers + network + storage
software: os + virtualization + platform + backup + monitoring
people: platform_team + security + network + on_call
facilities: datacenter + power + cooling
allocation:
by_namespace: true
by_cost_center: true
by_service_class: true
SLO zu Betriebsmodell
service_class:
name: critical-platform
availability_target: "99.95%"
support: "24x7"
backup: "continuous or <=15m RPO"
restore_test: monthly
patch_window: coordinated
monitoring: mandatory
incident_response: pager
Typische Stolperfallen
- Lizenzkosten werden erst nach Architekturentscheidung betrachtet.
- Alle Workloads erhalten dieselbe teure Serviceklasse.
- SLA wird versprochen, aber SLO nicht gemessen.
Prüf- und Verständnis-Checkliste
- Kostenstellen und Owner sind Pflicht.
- Serviceklassen sind definiert.
- Lizenzmetriken sind architektonisch geprüft.
Merksatz
Enterprise-Regel: Eine Infrastrukturkomponente ist erst fertig, wenn sie fachlich begründet, automatisiert, beobachtet, geschützt, dokumentiert und wiederherstellbar ist.