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Plattform / Framework

Virtualisierung und Private Cloud

Virtualisierung trennt Workloads von physischer Hardware. Private Cloud ergänzt Self-Service, Policies, Quotas, Netzwerk- und Storage-Abstraktion.

Diagramm Virtualisierung und Private Cloud

Fachliches Bild

Virtualisierung macht Enterprise-Systeme beweglicher: schneller neue Umgebungen, einfachere Wartung, bessere Auslastung und klarere Isolation. Für Fachbereiche bedeutet das kürzere Bereitstellungszeiten für Test, Abnahme und Produktion.

Technisches Modell

Hypervisor wie ESXi oder KVM laufen auf Hosts. Management-Systeme wie vCenter oder Cloud-Management-Plattformen bündeln Hosts zu Clustern, definieren Datastores, Netzwerke, Templates, HA-Regeln und Berechtigungen.

VM als Produkt

Eine VM ist nicht nur CPU/RAM/Disk. Sie hat Owner, Patchzustand, Backupklasse, Netzwerkzone, SLA, Monitoring, Kostenstelle, Lifecycle und Security-Kontext.

Private Cloud vs klassische Virtualisierung

Klassische Virtualisierung liefert zentrale Verwaltung. Private Cloud liefert zusätzlich Self-Service, Automatisierung, APIs, Quotas, Templates, Genehmigungsflüsse und Kosten-Transparenz.

Anti-Pattern VM-Sprawl

Ohne Lifecycle wachsen VM-Landschaften unkontrolliert. Alte Testsysteme bleiben eingeschaltet, IPs und Lizenzen werden blockiert, Security-Patches fehlen und Kosten steigen.

Ausführliche Beispiele

VM-Serviceklasse definieren

vm_service_class:
  name: enterprise-medium
  cpu: 4
  memory_gb: 16
  disk_gb: 120
  network_zone: app-internal
  backup_policy: daily-30d
  monitoring_profile: standard-linux
  patch_window: sunday-02-00
  max_lifetime_days: 365
  approval_required: false

Terraform-ähnliches VM-Modul

module "order_api_vm" {
  source          = "./modules/vm-linux"
  name            = "prod-order-api-01"
  template        = "rhel-9-golden"
  cpu             = 4
  memory_mb       = 16384
  network         = "prod-app-vlan"
  datastore_class = "gold"
  tags = {
    application = "order-platform"
    environment = "prod"
    owner       = "team-order"
  }
}

Typische Stolperfallen

  • VMs werden ohne Ablaufdatum erstellt.
  • Templates veralten unbemerkt.
  • Snapshots werden als Backup missverstanden.
  • Ressourcen werden überreserviert, weil Kosten nicht transparent sind.

Prüf- und Verständnis-Checkliste

  • Jede VM hat Serviceklasse, Owner und Ablaufmodell.
  • Templates sind versioniert und gepatcht.
  • Snapshots haben kurze Lebensdauer.
  • HA-Regeln sind mit Applikationsarchitektur abgestimmt.

Merksatz

Eine Infrastrukturkomponente ist erst enterprise-tauglich, wenn sie geplant, automatisiert, überwacht, geschützt, wiederherstellbar und fachlich begründet ist.