Codefluss vom Request bis zur Plattform
Der Code Explorer ist wie ein Stadtplan für einen Request. Jede Datei übernimmt eine klar begrenzte Aufgabe: Der Controller nimmt die Anfrage an, der Use Case koordiniert, das Aggregate schützt Regeln, Adapter sprechen Datenbank und Messaging an.
Alltagstaugliche Ablaufbeschreibung
Dieser Abschnitt beschreibt den Ablauf ohne unnötige Fachsprache. Er dient als Brücke zwischen dem sichtbaren Ergebnis und der technischen Umsetzung.
- HTTP Request
- Controller
- Command
- Application Service
- Domain Aggregate
- Repository Port
- JPA Adapter
- PostgreSQL
- Outbox Adapter
- Kafka
- Telemetrie.
Fachlicher Ablauf
Ein fachliches Ereignis informiert andere Bereiche darüber, dass sich etwas Relevantes geändert hat. Der sendende Bereich bleibt verantwortlich für seine Aussage; empfangende Bereiche entscheiden selbst, wie sie darauf reagieren.
- Fachliches Ziel: Der Ablauf liefert ein fachlich eindeutiges und für Benutzer beziehungsweise Betrieb nachvollziehbares Ergebnis.
- Verantwortung: Jeder beteiligte Bereich entscheidet nur innerhalb seiner eigenen fachlichen Zuständigkeit.
- Sichtbares Ergebnis: Order, Inventory, Payment und Notification können unabhängig reagieren, ohne eng gekoppelte synchrone Aufrufketten.
Technischer Ablauf
Der Producer schreibt ein Event in ein Topic. Partitionierung bestimmt Reihenfolge und Parallelität, Consumer Groups verteilen Arbeit, Offsets dokumentieren den Verarbeitungsstand. Retry, Idempotenz und Dead Letter Queue schützen vor Doppelwirkung und dauerhaft fehlerhaften Nachrichten.
- Daten und Schnittstellen: Daten werden an jeder Grenze validiert und nur über definierte APIs, Ports oder Events weitergegeben.
- Fehlerbehandlung: Fehler werden dort behandelt, wo ausreichender Kontext und Verantwortung vorhanden sind; Wiederholungen müssen sicher und nachvollziehbar bleiben.
- Technischer Nachweis: Geprüft werden Producer-Erfolg, Topic/Partition, Consumer Lag, Offset-Fortschritt, Retry-Zahl und DLQ-Einträge.
Zusammenspiel: Der fachliche Ablauf erklärt, warum etwas geschieht und welches Ergebnis zählt. Der technische Ablauf erklärt, wie dieses Ergebnis zuverlässig, sicher und beobachtbar umgesetzt wird.
Knowledge Governance & Quality Gates
Diese Schicht sorgt dafür, dass neue Inhalte nicht nur vorhanden, sondern verständlich, vernetzt, lernbar, betreibbar und freigabefähig sind.
Qualitätsdashboard
Reifegrad, Abdeckung und offene Lücken je Wissensknoten.
Redaktioneller Workflow
Von der Idee über Fachreview bis zur Referenzfreigabe.
Release Gates
Verbindliche Kriterien vor jeder neuen Version.
Change Impact
Auswirkungen einer Änderung auf Beziehungen, Learning Paths, Betrieb und Code.
Warum diese Welle?
Mit V6.24 wurde das Modell zur zentralen Quelle. V6.24 ergänzt die Regeln, die verhindern, dass das Modell zwar technisch gültig, fachlich aber ungleichmäßig oder unvollständig wächst.
Vier Reifegrade
- Entwurf: Grundidee vorhanden.
- In Review: fachlich weitgehend vollständig.
- Integriert: Beziehungen, Lernziele und Praxisbezug sind vorhanden.
- Referenzreif: alle Qualitätsgates sind erfüllt.