Status: dokumentiert/vorbereitet — reale Firewall-/Netzwerktopologie einer Bank ist hier nicht nachstellbar, dies beschreibt das übliche Muster und die Rolle des WAS-Admins darin.
Die Anzeige nennt Netzwerk "(dezentral/zentral)" explizit als eigenen Bindeglied-Punkt. Gemeint sind zwei getrennt verwaltete Zonen:
Der WAS-Admin sitzt an der Nahtstelle: Liberty läuft dezentral, muss aber gezielt zentrale Endpunkte (DB2-for-z/OS-DDF, ggf. weitere Mainframe-Services) erreichen können — nicht durch ein offenes Netz, sondern durch einzeln beantragte, eng gefasste Firewall-Regeln.
| Verbindung | Port | Richtung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Client → Liberty HTTP | 19080 (dev, siehe docs/10-installation-konfiguration/) |
eingehend | normaler Web-Traffic, i. d. R. hinter einem Load Balancer |
| Client → Liberty HTTPS | 19443 | eingehend | wie oben, TLS-terminiert am Server (siehe docs/60-security-lifecycle/) |
| Liberty → LDAP | 389 (bzw. 636 mit TLS) | ausgehend | Authentifizierung/Rollen, siehe docs/60-security-lifecycle/ |
| Liberty → DB2 for z/OS (DDF) | 446 (unverschlüsselt) / 447 (SSL, Standard für produktionsnahe Umgebungen) | ausgehend, dezentral → zentral | Kerndaten-Zugriff, siehe 01-db2-fuer-zos-und-mainframe-grundlagen.md |
| Liberty → IBM MQ (Messaging-HA) | 1414 (Standard-Listener-Port, konfigurierbar) | ausgehend | siehe docs/70-high-availability/ |
Jede Zeile "Liberty → zentral" bedeutet in der Praxis: eigenes Firewall-Ticket, oft mit Quell-/Ziel-IP-Paar, Port und manchmal sogar Zeitfenster für die Freigabe — nicht einfach "Internet-Zugriff an, Rest zu".
docs/70-high-availability/): jede neue Quell-IP, die gegen DB2 for
z/OS sprechen soll, braucht potenziell eine eigene Firewall-Freigabe — das ist einer der
Gründe, warum Skalierung im Mainframe-nahen Umfeld nicht "einfach mehr Container starten" ist,
sondern koordiniert werden muss.SQLCODE -30081 (siehe Doc 01) ist die Netzwerksegmentierung oft die
erste Verdachtsstelle — ein WAS-Admin, der die Zonen-Grenze kennt, kann gezielt fragen
("ist die Firewall-Regel Liberty-Subnetz → DDF-Port 447 noch aktiv, gab es eine
IP-Änderung?"), statt pauschal "die Datenbank ist down" zu melden.Die drei Dokumente dieser Ausbaustufe zusammen (01,
02, 03 hier) decken die Anzeigen-Zeile "Bindeglied zwischen
Java-Entwicklung und Administration von WebSphere Application Server sowie DB2 für z/OS,
Netzwerk (dezentral/zentral)" vollständig ab: was DB2 for z/OS technisch/organisatorisch von
gewöhnlichen Datenbanken unterscheidet, wie der Vier-Parteien-Prozess konkret abläuft (inkl.
server.xml-Beispiel), und welche Netzwerkgrenzen dabei eine Rolle spielen.