Architekturvergleich

Entscheidungshilfe

Passung für Projektgröße, Fachkomplexität und Teamstruktur.

Java 21LayeredTDD-FirstDDD

Entscheidungshilfe

Profil A: kleine bis mittlere Geschäftsanwendung

Empfehlung Layered, ergänzt um konsequente Tests und klare Modulregeln.

Geeignet bei stabilen Anforderungen, einem Team, gemeinsamer Datenbank und überschaubarer Fachlogik. DDD-Terminologie und Eventorchestrierung wären hier häufig teurer als ihr Nutzen.

Profil B: hohe Änderungsrate oder unsichere Anforderungen

Empfehlung TDD als Entwicklungsstandard; Architektur je nach Domänenkomplexität Layered, Modular Monolith oder DDD.

TDD-First ist besonders wertvoll, wenn Fachregeln häufig wechseln, Regression teuer ist oder technische Adapter austauschbar bleiben müssen.

Profil C: komplexe Kerndomäne und mehrere Teams

Empfehlung DDD für Sprache, Bounded Contexts und Ownership; TDD innerhalb jedes Contexts.

Geeignet, wenn unterschiedliche Fachbereiche eigene Regeln und Datenhoheit besitzen und Integrationskosten ohnehin unvermeidbar sind.

Profil D: Legacy-Modernisierung

Empfehlung mit Characterization Tests und TDD-Slices beginnen; fachliche Contextgrenzen schrittweise entdecken. Nicht sofort das gesamte System in Aggregate und Events umbenennen.

Qualitative Eignungsmatrix

Entscheidungssituation Layered TDD-First DDD
schneller Start mit bekanntem CRUD-Prozess hoch hoch niedrig
häufig wechselnde Regeln mittel hoch hoch mit TDD
komplexe fachliche Invarianten mittel hoch sehr hoch
mehrere autonome Fachteamgrenzen niedrig bis mittel mittel sehr hoch
einheitliche Datenbanktransaktion sehr hoch hoch nur innerhalb eines Contexts
schrittweise Legacy-Ablösung mittel sehr hoch hoch nach Discovery
geringe Betriebs- und Integrationskomplexität sehr hoch hoch mittel bis niedrig
explizite langfristige Datenhoheit mittel mittel sehr hoch

Warnsignale

Layered nicht ausreichen lassen, wenn

  • Services fachlich unzusammenhängende Regeln sammeln,
  • jede Änderung viele technische Schichten gleichzeitig berührt,
  • mehrere Teams dieselben Tabellen und Entitäten verändern.

TDD nicht missverstehen

  • Tests ersetzen keine strategische Architekturentscheidung,
  • ein grüner lokaler Test beweist keine gute Contextgrenze,
  • zu viele Mocks können das Design verschlechtern.

DDD nicht einsetzen, wenn

  • die Domäne überwiegend CRUD und Workflow-Konfiguration ist,
  • keine Fachpersonen an Sprache und Modell mitarbeiten,
  • Team und Betrieb die zusätzlichen Verträge nicht tragen können.

Schlussentscheidung

Für das Labor ist keine Variante pauschal besser. Die sinnvollste Enterprise-Zielarchitektur wäre eine modulare, fachlich geschnittene Anwendung mit DDD dort, wo die Domäne komplex ist, TDD als durchgängiger Entwicklungsweise und Layering/Ports als technische Abhängigkeitsregel.

Darstellung

Design
Text
Dichte
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