Großes fachliches und technisches Enterprise-Glossar

216 Begriffe: deutsche Fachsprache, englischer technischer Begriff, fachliche und technische Bedeutung, Enterprise-Beispiel und Abgrenzung.

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01. Fachdomäne und Unternehmenssprache18 Begriffe

Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl001: Domäne

Englischer technischer Begriff: Domain
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Fachlicher Verantwortungsbereich mit eigener Sprache, eigenen Regeln und eigenem Nutzenversprechen.
Technische Bedeutung: Technisch wird eine Domäne oft durch Module, Services, Datenmodelle und Schnittstellen begrenzt.
Typisches Beispiel: Bestellung, Abrechnung und Kundenverwaltung sind getrennte Domänen mit unterschiedlichen Regeln.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jede Datenbanktabelle ist automatisch eine Domäne.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl002: Geschäftsprozess

Englischer technischer Begriff: Business Process
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Wiederholbarer Ablauf, der ein fachliches Ziel erreicht und mehrere Rollen oder Systeme einbindet.
Technische Bedeutung: Technisch erscheint er als Orchestrierung, Workflow, Saga, Batch oder Folge von API-Aufrufen.
Typisches Beispiel: Vom Auftragseingang bis zur Rechnungserstellung laufen Validierung, Zahlung, Lager und Versand zusammen.
Abgrenzung / typischer Fehler: Ein Prozess ist größer als ein einzelner Use Case.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl003: Geschäftsfall

Englischer technischer Begriff: Business Case / Business Scenario
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Konkrete fachliche Situation, die entschieden, bearbeitet oder dokumentiert werden muss.
Technische Bedeutung: Technisch führt ein Geschäftsfall zu Statuswechseln, Events, Transaktionen und Audit-Einträgen.
Typisches Beispiel: Eine Reklamation mit Gutschrift ist ein Geschäftsfall im Kundenservice.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit Business Case im Sinne einer Wirtschaftlichkeitsrechnung verwechseln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl004: Anwendungsfall

Englischer technischer Begriff: Use Case
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Beschreibt, was ein Nutzer oder Fremdsystem erreichen möchte.
Technische Bedeutung: Technisch bildet er Controller, Service-Methoden, API-Endpunkte oder UI-Flows ab.
Typisches Beispiel: Sachbearbeiter storniert eine Bestellung vor Versand.
Abgrenzung / typischer Fehler: Ein Use Case beschreibt Ziel und Ablauf, nicht nur einen Button.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl005: Fähigkeit

Englischer technischer Begriff: Business Capability
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Stabile Fähigkeit eines Unternehmens, unabhängig von aktueller Organisation oder Software.
Technische Bedeutung: Technisch hilft sie bei Service-Schnitt, Portfolio-Planung und Roadmaps.
Typisches Beispiel: Zahlung autorisieren, Vertrag verwalten oder Lieferstatus melden.
Abgrenzung / typischer Fehler: Capability ist stabiler als ein Projekt oder Teamname.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl006: Wertstrom

Englischer technischer Begriff: Value Stream
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Kette von Schritten, die vom Bedarf bis zum gelieferten Nutzen führt.
Technische Bedeutung: Technisch zeigt er Systemgrenzen, Wartezeiten, Medienbrüche und Automatisierungsstellen.
Typisches Beispiel: Kunde bestellt, Unternehmen liefert, Kunde erhält Rechnung.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht nur ein BPMN-Diagramm, sondern ein Nutzenfluss.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl007: Stakeholder

Englischer technischer Begriff: Stakeholder
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Person oder Gruppe mit Interesse, Einfluss oder Risiko im System.
Technische Bedeutung: Technisch beeinflusst er Anforderungen, Prioritäten, Security und Betriebsziele.
Typisches Beispiel: Fachbereich, Betrieb, Datenschutz, Revision und Partnerportal-Team haben unterschiedliche Sichtweisen.
Abgrenzung / typischer Fehler: Stakeholder ist nicht nur der Endnutzer.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl008: Allgegenwärtige Sprache

Englischer technischer Begriff: Ubiquitous Language
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Gemeinsame Fachsprache von Entwicklern und Fachbereich ohne doppeldeutige Begriffe.
Technische Bedeutung: Technisch sollte sie in Klassen, Events, APIs, Tests und Dokumentation sichtbar sein.
Typisches Beispiel: Wenn der Fachbereich „Gutschrift“ sagt, sollte der Code nicht überall „RefundThing“ nennen.
Abgrenzung / typischer Fehler: Keine Übersetzungstabelle, sondern aktive Modellierungssprache.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl009: Geschäftsregel

Englischer technischer Begriff: Business Rule
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Fachliche Regel, die Verhalten, Entscheidung oder Berechnung vorgibt.
Technische Bedeutung: Technisch gehört sie in Domain-Service, Policy, Validator oder Regelwerk, nicht versteckt in UI-Code.
Typisches Beispiel: Bestellungen über 10.000 Euro brauchen Vier-Augen-Freigabe.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jede if-Bedingung ist eine Geschäftsregel.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl010: Richtlinie

Englischer technischer Begriff: Policy
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Bewusste fachliche Vorgabe, die mehrere Fälle einheitlich entscheidet.
Technische Bedeutung: Technisch kann sie als Strategy, Specification, Rule Engine oder Konfigurationsregel umgesetzt werden.
Typisches Beispiel: Rabatt-Policy für Kundensegment, Saison und Vertragsstatus.
Abgrenzung / typischer Fehler: Policy ist meist stabiler und sichtbarer als ad-hoc Logik.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl011: Service-Level-Vereinbarung

Englischer technischer Begriff: Service Level Agreement / SLA
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Vertragliche oder interne Zusage zu Verfügbarkeit, Reaktionszeit oder Qualität.
Technische Bedeutung: Technisch beeinflusst SLA Architektur, Monitoring, Redundanz, Skalierung und Incident-Prozesse.
Typisches Beispiel: Abrechnungssystem muss Monatsabschluss bis 06:00 Uhr liefern.
Abgrenzung / typischer Fehler: SLA ist eine Verpflichtung; SLO ist meist das messbare Ziel dahinter.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl012: Leistungskennzahl

Englischer technischer Begriff: Key Performance Indicator / KPI
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Messgröße, die fachlichen Erfolg oder Prozessqualität sichtbar macht.
Technische Bedeutung: Technisch braucht sie belastbare Ereignisse, saubere Daten und eindeutige Berechnung.
Typisches Beispiel: Quote pünktlich gelieferter Bestellungen oder durchschnittliche Bearbeitungszeit.
Abgrenzung / typischer Fehler: KPI ist nicht automatisch eine technische Metrik wie CPU-Auslastung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl013: Stammdaten

Englischer technischer Begriff: Master Data
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Langlebige zentrale Daten wie Kunde, Produkt, Vertrag oder Standort.
Technische Bedeutung: Technisch benötigen sie Governance, Synchronisation, Ownership und oft Golden-Record-Strategien.
Typisches Beispiel: Kundennummer, Rechnungsadresse und Produktnummer werden von vielen Systemen genutzt.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit Bewegungsdaten wie Zahlung oder Bestellung verwechseln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl014: Bewegungsdaten

Englischer technischer Begriff: Transactional Data
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Daten, die konkrete Geschäftsvorfälle und zeitliche Ereignisse abbilden.
Technische Bedeutung: Technisch sind sie meist stark auditierbar, transaktional und volumenreich.
Typisches Beispiel: Bestellung, Zahlung, Buchung, Lieferung oder Ticket.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht geeignet als einzige Quelle für Stammdatenwahrheit.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl015: Referenzdaten

Englischer technischer Begriff: Reference Data
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Relativ stabile Klassifikationen, Codes und Listen für gemeinsame Interpretation.
Technische Bedeutung: Technisch werden sie versioniert, verteilt und in Validierungen verwendet.
Typisches Beispiel: Ländercodes, Währungscodes, Steuerklassen oder Statuskataloge.
Abgrenzung / typischer Fehler: Referenzdaten sind kleiner und normativer als normale Stammdaten.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl016: Goldener Datensatz

Englischer technischer Begriff: Golden Record
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Fachlich anerkannte beste Version eines Datensatzes aus mehreren Quellen.
Technische Bedeutung: Technisch entsteht er durch Matching, Priorisierung, Datenqualität und MDM-Regeln.
Typisches Beispiel: Ein Kunde kommt aus CRM, Billing und Portal; der Golden Record führt die beste Sicht zusammen.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jeder synchronisierte Datensatz ist automatisch Golden Record.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl017: Regulatorische Konformität

Englischer technischer Begriff: Compliance
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Einhaltung externer und interner Regeln, Gesetze, Standards und Nachweispflichten.
Technische Bedeutung: Technisch betrifft sie Zugriff, Logging, Aufbewahrung, Verschlüsselung und Freigabeprozesse.
Typisches Beispiel: DSGVO, GoBD, SOX-ähnliche Kontrollen oder interne Sicherheitsrichtlinien.
Abgrenzung / typischer Fehler: Compliance ist nicht nur ein Dokument, sondern muss im System nachweisbar sein.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.

gl018: Prüfspur

Englischer technischer Begriff: Audit Trail
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Nachvollziehbare Historie, wer wann was warum geändert oder entschieden hat.
Technische Bedeutung: Technisch braucht sie unveränderbare Logs, fachliche Events, Zeitstempel und Identitäten.
Typisches Beispiel: Preisänderung mit Benutzer, altem Wert, neuem Wert und Freigabegrund.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit normalem Debug-Log verwechseln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Fachbereich, Prozess, Verantwortung und Unternehmenssprache verbinden.
02. Architektur und Systemdesign18 Begriffe

Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl019: Monolith

Englischer technischer Begriff: Monolith
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Eine Anwendung bündelt viele fachliche Funktionen in einem Deployment.
Technische Bedeutung: Technisch teilt sie Prozess, Datenzugriff, Release und Skalierung stark gemeinsam.
Typisches Beispiel: Ein EAR mit Order, Billing und Customer UI auf WebSphere Traditional.
Abgrenzung / typischer Fehler: Monolith ist nicht automatisch schlecht; unklare Modularisierung ist das Problem.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl020: Modularer Monolith

Englischer technischer Begriff: Modular Monolith
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Ein fachlich gegliederter Monolith mit klaren internen Grenzen.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt er Module, Package-Regeln, Schnittstellen und getrennte Datenzugriffe.
Typisches Beispiel: Order- und Billing-Modul liegen in einem Deployment, kommunizieren aber über definierte Ports.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit einem unstrukturierten Big Ball of Mud verwechseln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl021: Microservice

Englischer technischer Begriff: Microservice
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Kleiner fachlich autonomer Service mit eigener Verantwortung und Lebenszyklus.
Technische Bedeutung: Technisch besitzt er eigene API, Deployment-Pipeline, Observability und oft eigene Datenhaltung.
Typisches Beispiel: Invoice-Service veröffentlicht Rechnungsstatus unabhängig vom Order-Service.
Abgrenzung / typischer Fehler: Microservice ohne fachliche Autonomie ist nur ein verteilter Monolith.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl022: Begrenzter Kontext

Englischer technischer Begriff: Bounded Context
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Fachlicher Modellraum, in dem Begriffe eindeutig gelten.
Technische Bedeutung: Technisch begrenzt er Modelle, APIs, Events und Dateninterpretation.
Typisches Beispiel: „Kunde“ bedeutet im CRM etwas anderes als in der Buchhaltung.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit einem technischen Package oder Namespace gleichsetzen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl023: Kontextkarte

Englischer technischer Begriff: Context Map
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Darstellung der Beziehungen zwischen fachlichen Kontexten.
Technische Bedeutung: Technisch zeigt sie Integrationsrichtungen, Übersetzungen und Abhängigkeiten.
Typisches Beispiel: Order nutzt Customer als Upstream und Billing als Downstream.
Abgrenzung / typischer Fehler: Keine reine Systemlandkarte; fachliche Beziehungen sind entscheidend.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl024: API-Gateway

Englischer technischer Begriff: API Gateway
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Zentraler Eingangspunkt für externe API-Nutzung.
Technische Bedeutung: Technisch übernimmt es Routing, Authentifizierung, Ratenbegrenzung und Protokollanpassung.
Typisches Beispiel: Mobile App ruft Gateway auf, Gateway routet zu Customer, Order und Invoice.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht als Ort für umfangreiche Geschäftslogik missbrauchen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl025: Service Mesh

Englischer technischer Begriff: Service Mesh
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Infrastruktur-Schicht für Service-zu-Service-Kommunikation.
Technische Bedeutung: Technisch liefert sie mTLS, Traffic Policies, Retry, Telemetrie und Routing über Sidecars oder Proxies.
Typisches Beispiel: Istio sichert interne Kommunikation zwischen Microservices.
Abgrenzung / typischer Fehler: Kein Ersatz für saubere API- und Domänenmodellierung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl026: Ereignisgetriebene Architektur

Englischer technischer Begriff: Event-Driven Architecture
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Systeme reagieren auf fachliche Ereignisse statt synchron alles direkt zu steuern.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt sie Broker, Topics, Events, Consumer, Idempotenz und Monitoring.
Typisches Beispiel: OrderCreated löst Lagerreservierung und Rechnungsvorbereitung aus.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jedes Message-Payload ist automatisch ein gutes Domain Event.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl027: CQRS

Englischer technischer Begriff: Command Query Responsibility Segregation
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Schreib- und Leseverantwortung werden bewusst getrennt.
Technische Bedeutung: Technisch entstehen Command-Modelle, Read Models, Projektionen und unterschiedliche Optimierungen.
Typisches Beispiel: Bestellung ändern über Command; Bestellübersicht aus Read Model lesen.
Abgrenzung / typischer Fehler: CQRS heißt nicht zwingend Event Sourcing.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl028: Saga

Englischer technischer Begriff: Saga Pattern
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Lange verteilte Geschäftstransaktion wird in Schritte und Kompensationen zerlegt.
Technische Bedeutung: Technisch ersetzt sie globale ACID-Transaktionen durch Orchestrierung oder Choreographie.
Typisches Beispiel: Zahlung reservieren, Lager buchen, Versand anlegen; bei Fehlern kompensieren.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht als normale Datenbanktransaktion behandeln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl029: Strangler-Fig-Muster

Englischer technischer Begriff: Strangler Fig Pattern
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Legacy-Funktionalität wird schrittweise durch neue Komponenten ersetzt.
Technische Bedeutung: Technisch leitet ein Adapter, Proxy oder Gateway Teile des Verkehrs zum neuen System.
Typisches Beispiel: Neue Rechnungs-API übernimmt zuerst nur PDF-Erzeugung, später weitere Abrechnungsfälle.
Abgrenzung / typischer Fehler: Kein Big-Bang-Rewrite.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl030: Schichtenarchitektur

Englischer technischer Begriff: Layered Architecture
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: System wird in Präsentation, Anwendung, Domäne und Infrastruktur gegliedert.
Technische Bedeutung: Technisch verhindert sie direkte Abhängigkeiten von UI zu Datenbanklogik.
Typisches Beispiel: Controller ruft Application Service, dieser nutzt Domain und Repository.
Abgrenzung / typischer Fehler: Schichten allein garantieren keine gute Domänenmodellierung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl031: Hexagonale Architektur

Englischer technischer Begriff: Hexagonal Architecture / Ports and Adapters
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Fachkern bleibt unabhängig von technischen Eingängen und Ausgängen.
Technische Bedeutung: Technisch werden Ports als Interfaces und Adapter für REST, DB, Messaging oder Files umgesetzt.
Typisches Beispiel: BillingUseCase nutzt InvoiceRepository-Port statt direkt JDBC.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht nur Ordnerstruktur; Abhängigkeitsrichtung ist entscheidend.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl032: Clean Architecture

Englischer technischer Begriff: Clean Architecture
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Abhängigkeiten zeigen nach innen zum fachlichen Kern.
Technische Bedeutung: Technisch trennen Entities, Use Cases, Interface Adapter und Frameworks klare Verantwortungen.
Typisches Beispiel: Spring-Konfiguration außen, Use Case innen ohne Framework-Abhängigkeit.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit „viel Boilerplate“ verwechseln; Ziel ist Testbarkeit und Unabhängigkeit.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl033: Adapter

Englischer technischer Begriff: Adapter Pattern
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Übersetzt zwischen fachlichem Port und externer Technologie oder Fremdsystem.
Technische Bedeutung: Technisch kapselt er REST-Clients, Datenbanken, MQ, SOAP oder Dateiformate.
Typisches Beispiel: SoapBillingAdapter implementiert BillingPort für ein altes SOAP-System.
Abgrenzung / typischer Fehler: Adapter ist nicht der Ort für fachliche Kernlogik.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl034: Port

Englischer technischer Begriff: Port
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Fachlich definierte Schnittstelle, die der Kern benötigt oder anbietet.
Technische Bedeutung: Technisch meist Interface oder API-Vertrag ohne Infrastrukturdetails.
Typisches Beispiel: PaymentPort beschreibt Zahlung autorisieren, egal ob Provider A oder B genutzt wird.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit Netzwerk-Port verwechseln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl035: Fassade

Englischer technischer Begriff: Facade Pattern
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Vereinfacht komplexe interne Subsysteme hinter einer groben Schnittstelle.
Technische Bedeutung: Technisch reduziert sie Kopplung für Clients und bündelt Koordination.
Typisches Beispiel: CustomerFacade bietet Kundenanlage an und ruft Validierung, Dublettenprüfung und CRM-Adapter.
Abgrenzung / typischer Fehler: Fassade soll nicht alle Logik zu einer Gottklasse sammeln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.

gl036: Antikorruptionsschicht

Englischer technischer Begriff: Anti-Corruption Layer
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Schützt das eigene Modell vor fremden Begriffen und Datenstrukturen.
Technische Bedeutung: Technisch übersetzt sie DTOs, Events, Fehlercodes und Semantik zwischen Kontexten.
Typisches Beispiel: Legacy-Status `X7` wird zu `InvoiceRejected` übersetzt.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht nur Mapping-Code, sondern Modellschutz.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Struktur, Kopplung, Verantwortungen und evolutionäre Systemgestaltung.
03. Java, JVM und Enterprise-Grundlagen18 Begriffe

Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl037: Java Virtual Machine

Englischer technischer Begriff: Java Virtual Machine / JVM
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Laufzeitumgebung, die Java-Bytecode ausführt und Plattformunabhängigkeit ermöglicht.
Technische Bedeutung: Technisch verwaltet sie Class Loading, JIT, Garbage Collection, Threads und Speicherbereiche.
Typisches Beispiel: Ein Spring Boot Service läuft im Container als JVM-Prozess.
Abgrenzung / typischer Fehler: JVM ist nicht identisch mit JDK.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl038: Java Development Kit

Englischer technischer Begriff: Java Development Kit / JDK
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Werkzeugsammlung zum Entwickeln, Kompilieren, Testen und Ausführen von Java.
Technische Bedeutung: Technisch enthält es javac, java, javadoc, jar, jlink und Standardbibliotheken.
Typisches Beispiel: CI nutzt ein festes JDK 21 Toolchain-Setup.
Abgrenzung / typischer Fehler: JDK ist mehr als nur die Runtime.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl039: Java Runtime Environment

Englischer technischer Begriff: Java Runtime Environment / JRE
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Laufzeitumgebung für vorhandene Java-Anwendungen.
Technische Bedeutung: Technisch enthält sie JVM und Laufzeitbibliotheken, aber nicht alle Entwicklungswerkzeuge.
Typisches Beispiel: Ein Server startet eine fertige Anwendung ohne javac.
Abgrenzung / typischer Fehler: Seit modernen JDKs wird oft direkt mit JDK-Images gearbeitet.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl040: Bytecode

Englischer technischer Begriff: Bytecode
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Zwischenformat, das Java-Compiler erzeugen und die JVM ausführt.
Technische Bedeutung: Technisch liegt er in .class-Dateien und JARs und ist Ziel von JIT-Optimierung.
Typisches Beispiel: Maven kompiliert Java-Quellen zu Bytecode mit Release 21.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht direkt Maschinencode, obwohl JIT ihn später optimiert.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl041: Klassenpfad

Englischer technischer Begriff: Classpath
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Suchpfad für Klassen und Ressourcen in klassischen Java-Anwendungen.
Technische Bedeutung: Technisch bestimmt er, welche JARs und Klassen zur Laufzeit geladen werden.
Typisches Beispiel: Falsche Jackson-Version im Classpath erzeugt NoSuchMethodError.
Abgrenzung / typischer Fehler: Classpath ist nicht dasselbe wie Module Path.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl042: Modulpfad

Englischer technischer Begriff: Module Path
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Suchpfad für Java-Module seit JPMS.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt er module-info.java, starke Kapselung und explizite Abhängigkeiten.
Typisches Beispiel: Eine Bibliothek exportiert nur ihre API-Packages.
Abgrenzung / typischer Fehler: Viele Enterprise-Projekte bleiben aus Kompatibilitätsgründen beim Classpath.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl043: Garbage Collection

Englischer technischer Begriff: Garbage Collection / GC
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Automatische Speicherbereinigung nicht mehr erreichbarer Objekte.
Technische Bedeutung: Technisch beeinflusst GC Latenz, Throughput, Heap-Größe und Pausenzeiten.
Typisches Beispiel: Zu viele kurzlebige DTOs erhöhen GC-Druck in Importjobs.
Abgrenzung / typischer Fehler: GC ersetzt kein bewusstes Ressourcenmanagement für Dateien, Streams oder Sockets.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl044: Heap-Speicher

Englischer technischer Begriff: Heap Memory
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Speicherbereich für Objekte mit dynamischer Lebensdauer.
Technische Bedeutung: Technisch wird er von GC verwaltet und per -Xmx oder Container-Limits beeinflusst.
Typisches Beispiel: Große Uploads komplett in byte[] laden füllt den Heap.
Abgrenzung / typischer Fehler: Heap ist nicht der Thread-Stack.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl045: Stack-Speicher

Englischer technischer Begriff: Stack Memory
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Speicherbereich pro Thread für Methodenaufrufe und lokale Referenzen.
Technische Bedeutung: Technisch wächst und schrumpft er mit Call-Frames und kann StackOverflowError verursachen.
Typisches Beispiel: Tiefe Rekursion in Baumverarbeitung überläuft den Stack.
Abgrenzung / typischer Fehler: Objekte selbst liegen meist im Heap, Referenzen auf dem Stack.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl046: Thread

Englischer technischer Begriff: Thread
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Ausführungspfad innerhalb eines Prozesses.
Technische Bedeutung: Technisch besitzt er Stack, Scheduling-Zustand und kann blockieren oder laufen.
Typisches Beispiel: HTTP-Request, Batch-Worker oder JMS-Listener laufen auf Threads.
Abgrenzung / typischer Fehler: Mehr Threads bedeuten nicht automatisch mehr Durchsatz.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl047: Record

Englischer technischer Begriff: Record
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Kompakte Java-Sprachform für unveränderliche Daten-Träger.
Technische Bedeutung: Technisch erzeugt Java Konstruktor, Accessors, equals, hashCode und toString.
Typisches Beispiel: record CustomerId(String value) modelliert eine kleine Wertklasse.
Abgrenzung / typischer Fehler: Record ist nicht für jedes Entity mit Identität geeignet.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl048: Versiegelte Klasse

Englischer technischer Begriff: Sealed Class
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Begrenzt, welche Unterklassen erlaubt sind.
Technische Bedeutung: Technisch unterstützt sie kontrollierte Vererbung und exhaustives Pattern Matching.
Typisches Beispiel: PaymentResult erlaubt nur Authorized, Declined und Pending.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit final verwechseln; sealed erlaubt ausgewählte Erweiterungen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl049: Annotation

Englischer technischer Begriff: Annotation
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Metadaten im Code, die Verhalten, Dokumentation oder Werkzeugsteuerung beeinflussen.
Technische Bedeutung: Technisch werden sie je nach Retention durch Compiler, Framework oder Reflection gelesen.
Typisches Beispiel: @Transactional markiert eine Methode als Transaktionsgrenze.
Abgrenzung / typischer Fehler: Annotation ist keine Magie; ein Framework muss sie auswerten.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl050: Reflection

Englischer technischer Begriff: Reflection
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Laufzeitinspektion und -manipulation von Klassen, Methoden und Feldern.
Technische Bedeutung: Technisch nutzen Frameworks sie für DI, Mapping, Serialisierung und Tests.
Typisches Beispiel: Jackson liest Properties über Reflection und Methodenhandles.
Abgrenzung / typischer Fehler: Reflection kann Kapselung und Performance beeinflussen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl051: Serialisierung

Englischer technischer Begriff: Serialization
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Umwandlung von Objekten in übertragbare oder speicherbare Form.
Technische Bedeutung: Technisch betrifft sie Formate, Versionierung, Sicherheit und Kompatibilität.
Typisches Beispiel: Ein DTO wird als JSON über REST übertragen.
Abgrenzung / typischer Fehler: Java Object Serialization ist nicht automatisch sicher oder kompatibel.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl052: Generics

Englischer technischer Begriff: Generics
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Typisierung von Klassen und Methoden mit Platzhaltern.
Technische Bedeutung: Technisch erhöht sie Typsicherheit zur Compile-Zeit, trotz Type Erasure zur Laufzeit.
Typisches Beispiel: List<OrderId> verhindert versehentliches Einfügen von CustomerId.
Abgrenzung / typischer Fehler: Generics sind nicht dasselbe wie Laufzeit-Typprüfung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl053: Stream API

Englischer technischer Begriff: Stream API
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Funktionale Verarbeitung von Datenfolgen.
Technische Bedeutung: Technisch bietet sie map, filter, reduce, collect und parallele Verarbeitung.
Typisches Beispiel: Bestellpositionen filtern, summieren und gruppieren.
Abgrenzung / typischer Fehler: Stream ist kein I/O-Stream und sollte nicht unkritisch parallelisiert werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.

gl054: Virtueller Thread

Englischer technischer Begriff: Virtual Thread
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Leichtgewichtiger Thread für viele blockierende Aufgaben.
Technische Bedeutung: Technisch wird er von der JVM gemountet und entkoppelt vom teuren Plattformthread.
Typisches Beispiel: Viele HTTP-Aufrufe können mit Virtual Threads einfacher skaliert werden.
Abgrenzung / typischer Fehler: Virtual Threads lösen keine Datenbanklimits oder fehlerhafte Locks.
Enterprise-Einordnung: Begriffe rund um Java-Laufzeit, Sprache, Speicher, Nebenläufigkeit und Enterprise-Einsatz.
04. Jakarta EE, Java EE und Spring Enterprise18 Begriffe

Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl055: Servlet

Englischer technischer Begriff: Servlet
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Serverseitige Komponente zur Verarbeitung von HTTP-Anfragen.
Technische Bedeutung: Technisch bildet sie Grundlage vieler Java-Webframeworks und läuft im Servlet-Container.
Typisches Beispiel: Spring MVC DispatcherServlet routet Requests zu Controllern.
Abgrenzung / typischer Fehler: Servlet ist niedriger angesiedelt als ein fachlicher REST-Controller.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl056: Filter

Englischer technischer Begriff: Servlet Filter
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Querschnittlicher HTTP-Verarbeitungsschritt vor oder nach dem Ziel.
Technische Bedeutung: Technisch wird er für Security, Logging, Encoding oder Header genutzt.
Typisches Beispiel: Correlation-ID-Filter ergänzt jede Antwort mit Trace-ID.
Abgrenzung / typischer Fehler: Filter sollte keine komplexe Geschäftslogik enthalten.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl057: Listener

Englischer technischer Begriff: Application Listener
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Reagiert auf Lebenszyklus- oder Anwendungsereignisse.
Technische Bedeutung: Technisch kann er Kontextstart, Session-Ereignisse oder Domain Events verarbeiten.
Typisches Beispiel: Beim Start werden Referenzdaten-Caches vorbereitet.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jede Initialisierung gehört in einen Listener.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl058: JavaServer Pages

Englischer technischer Begriff: JavaServer Pages / JSP
Priorität: 6/10
Fachliche Bedeutung: Serverseitige View-Technologie für HTML-Erzeugung.
Technische Bedeutung: Technisch mischt sie Markup mit Tags und Expression Language.
Typisches Beispiel: Legacy-Portal rendert Bestellübersicht mit JSP.
Abgrenzung / typischer Fehler: JSP ist keine moderne API-Schicht.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl059: JavaServer Faces

Englischer technischer Begriff: JavaServer Faces / JSF
Priorität: 6/10
Fachliche Bedeutung: Komponentenbasiertes serverseitiges UI-Framework.
Technische Bedeutung: Technisch verwaltet es Component Tree, Lifecycle und State.
Typisches Beispiel: Backoffice-Maske validiert Rechnungsdaten über JSF-Komponenten.
Abgrenzung / typischer Fehler: JSF-Lifecycle unterscheidet sich stark von REST-Controllern.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl060: Contexts and Dependency Injection

Englischer technischer Begriff: CDI
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Standardisierte Dependency Injection und Kontextverwaltung in Jakarta EE.
Technische Bedeutung: Technisch arbeitet CDI mit Beans, Scopes, Qualifiern, Interceptoren und Events.
Typisches Beispiel: @ApplicationScoped PricingService wird in OrderService injiziert.
Abgrenzung / typischer Fehler: CDI ist nicht identisch mit Spring DI, aber konzeptionell verwandt.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl061: Enterprise JavaBeans

Englischer technischer Begriff: Enterprise JavaBeans / EJB
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Serverseitiges Komponentenmodell für Transaktionen, Security und Remoting.
Technische Bedeutung: Technisch liefert es Session Beans, Timer, Container Managed Transactions und Interceptors.
Typisches Beispiel: @Stateless BillingBean erzeugt Rechnungen im Application Server.
Abgrenzung / typischer Fehler: EJB ist in Legacy-Systemen relevant, auch wenn moderne Projekte oft anders bauen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl062: Java Persistence API

Englischer technischer Begriff: Java Persistence API / JPA
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Standard für objektrelationales Mapping in Java.
Technische Bedeutung: Technisch bildet es Entities, EntityManager, Persistence Context und JPQL ab.
Typisches Beispiel: InvoiceEntity wird per Repository aus Oracle gelesen.
Abgrenzung / typischer Fehler: JPA ist nicht nur SQL-Generator; Persistence Context und Lazy Loading sind zentral.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl063: Java Transaction API

Englischer technischer Begriff: Java Transaction API / JTA
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Standard für containerverwaltete Transaktionen über Ressourcen hinweg.
Technische Bedeutung: Technisch koordiniert sie Transaktionsgrenzen, XA und Rollback-Regeln.
Typisches Beispiel: Datenbankupdate und JMS-Sendung werden gemeinsam transaktional behandelt.
Abgrenzung / typischer Fehler: JTA ist schwergewichtiger als lokale JDBC-Transaktion.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl064: Java Message Service

Englischer technischer Begriff: Java Message Service / JMS
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Standard für asynchrones Messaging in Java Enterprise.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt es Queues, Topics, Sessions, Acknowledgements und Message Listener.
Typisches Beispiel: OrderCreated wird in IBM MQ publiziert und vom Billing-System konsumiert.
Abgrenzung / typischer Fehler: JMS-Nachricht ist nicht automatisch ein fachlich gutes Event.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl065: SOAP-Webservice

Englischer technischer Begriff: SOAP Web Service
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: XML-basiertes Service-Protokoll mit formalen Verträgen.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt es WSDL, XSD, Envelope, Binding und oft WS-Security.
Typisches Beispiel: Partnerportal ruft Legacy-Billing über SOAP auf.
Abgrenzung / typischer Fehler: SOAP ist nicht REST mit XML.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl066: REST-Schnittstelle

Englischer technischer Begriff: REST API
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: HTTP-orientierte API mit Ressourcen, Repräsentationen und Statuscodes.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt sie URI, Methoden, Header, Content Negotiation und Idempotenzregeln.
Typisches Beispiel: GET /orders/4711 liefert eine Bestellung als JSON.
Abgrenzung / typischer Fehler: REST ist mehr als beliebige JSON-RPC-Endpunkte.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl067: Bean Validation

Englischer technischer Begriff: Bean Validation
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Standardisierte Validierung von Objekten über Constraints.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt sie Annotationen wie @NotNull, @Size und eigene Validatoren.
Typisches Beispiel: CreateOrderRequest prüft Pflichtfelder vor Use-Case-Ausführung.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jede Geschäftsregel gehört als einfache Feldannotation an ein DTO.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl068: Dependency Injection

Englischer technischer Begriff: Dependency Injection
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Abhängigkeiten werden von außen bereitgestellt statt intern erzeugt.
Technische Bedeutung: Technisch erhöht sie Testbarkeit, Austauschbarkeit und klare Konfiguration.
Typisches Beispiel: OrderService erhält PaymentPort im Konstruktor.
Abgrenzung / typischer Fehler: DI ist nicht gleich Service Locator.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl069: Transaktionsgrenze

Englischer technischer Begriff: Transaction Boundary
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Fachlich sinnvoller Bereich, der atomar erfolgreich oder fehlerhaft sein soll.
Technische Bedeutung: Technisch wird sie über @Transactional, JTA oder lokale Transaktionen umgesetzt.
Typisches Beispiel: Rechnung speichern und Buchungsstatus setzen gehören in eine Transaktionsgrenze.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jede Methode braucht eine eigene Transaktion.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl070: Application Server

Englischer technischer Begriff: Application Server
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Serverumgebung für Enterprise-Komponenten, Web, Transaktionen und Messaging-Integration.
Technische Bedeutung: Technisch stellt er Containerdienste wie JNDI, Datasources, Security und Deployment bereit.
Typisches Beispiel: WebSphere Traditional betreibt EARs mit EJB und SOAP.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit einem einfachen Servlet-Container gleichsetzen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl071: WAR-Artefakt

Englischer technischer Begriff: Web Application Archive / WAR
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Deployment-Paket für Java-Webanwendungen.
Technische Bedeutung: Technisch enthält es Klassen, Bibliotheken, Webressourcen und Deployment-Metadaten.
Typisches Beispiel: Ein Legacy-Portal wird als partner-portal.war deployt.
Abgrenzung / typischer Fehler: WAR ist nicht dasselbe wie ausführbares Spring-Boot-JAR.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.

gl072: EAR-Artefakt

Englischer technischer Begriff: Enterprise Application Archive / EAR
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Enterprise-Deployment-Paket, das mehrere Module bündeln kann.
Technische Bedeutung: Technisch enthält es WARs, EJB-JARs, Libraries und application.xml.
Typisches Beispiel: OrderBilling.ear enthält Web-Modul und EJB-Modul.
Abgrenzung / typischer Fehler: EARs sind typisch für klassische Java EE Application Server.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für klassische und moderne Java-Enterprise-Frameworks.
05. APIs, Integration und Messaging18 Begriffe

Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl073: OpenAPI

Englischer technischer Begriff: OpenAPI Specification
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Maschinenlesbarer Vertrag für REST-ähnliche HTTP APIs.
Technische Bedeutung: Technisch beschreibt er Pfade, Methoden, Schemas, Antworten und Security.
Typisches Beispiel: Partner können Client-Code aus openapi.yaml generieren.
Abgrenzung / typischer Fehler: OpenAPI ersetzt keine fachliche API-Governance.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl074: JSON Schema

Englischer technischer Begriff: JSON Schema
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Schema-Sprache zur Beschreibung und Validierung von JSON-Dokumenten.
Technische Bedeutung: Technisch definiert sie Typen, Pflichtfelder, Formate und Constraints.
Typisches Beispiel: Importdatei für Kundenstammdaten wird vor Verarbeitung validiert.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit OpenAPI gleichsetzen; OpenAPI kann JSON Schema verwenden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl075: XML Schema

Englischer technischer Begriff: XML Schema / XSD
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Formale Strukturdefinition für XML-Dokumente.
Technische Bedeutung: Technisch beschreibt XSD Elemente, Typen, Namespaces und Einschränkungen.
Typisches Beispiel: SOAP-Rechnung nutzt XSD für InvoiceRequest.
Abgrenzung / typischer Fehler: XSD garantiert Struktur, aber nicht alle Geschäftsregeln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl076: Idempotenz

Englischer technischer Begriff: Idempotency
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Mehrfaches Ausführen derselben fachlichen Aktion erzeugt kein unerwünschtes Mehrfachergebnis.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man Idempotency Keys, eindeutige Constraints und Statusprüfung.
Typisches Beispiel: Payment-Request mit gleicher Idempotency-Key wird nicht doppelt gebucht.
Abgrenzung / typischer Fehler: Retry ohne Idempotenz kann gefährlich sein.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl077: Korrelations-ID

Englischer technischer Begriff: Correlation ID
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Gemeinsame ID, die zusammengehörige Aufrufe und Ereignisse verknüpft.
Technische Bedeutung: Technisch wird sie in Headern, Logs, Traces und Events weitergereicht.
Typisches Beispiel: Ein Kundenauftrag hat dieselbe Correlation-ID durch Gateway, Order, Billing und MQ.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit fachlicher Order-ID verwechseln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl078: Wiederholung

Englischer technischer Begriff: Retry
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Erneuter Versuch nach einem transienten Fehler.
Technische Bedeutung: Technisch braucht Retry Limits, Backoff, Jitter und Idempotenz.
Typisches Beispiel: HTTP 503 vom Partner wird dreimal mit exponentiellem Backoff wiederholt.
Abgrenzung / typischer Fehler: Retry auf permanente Fehler verschlimmert Last.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl079: Zeitüberschreitung

Englischer technischer Begriff: Timeout
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Maximale Wartezeit für einen externen Aufruf oder eine Operation.
Technische Bedeutung: Technisch verhindert Timeout blockierte Threads, Ressourcenstau und Kaskadenfehler.
Typisches Beispiel: Partner-API bekommt 2 Sekunden Client-Timeout.
Abgrenzung / typischer Fehler: Kein Timeout ist in Enterprise-Systemen fast immer ein Risiko.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl080: Circuit Breaker

Englischer technischer Begriff: Circuit Breaker
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Schutzmechanismus, der fehlerhafte entfernte Abhängigkeiten temporär sperrt.
Technische Bedeutung: Technisch wechselt er zwischen Closed, Open und Half-Open.
Typisches Beispiel: Nach vielen Billing-Timeouts werden Aufrufe kurz blockiert und Fallback genutzt.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht als Ersatz für Timeout und saubere Fehlerbehandlung verwenden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl081: Bulkhead

Englischer technischer Begriff: Bulkhead Pattern
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Isoliert Ressourcen, damit ein Fehlerbereich nicht alles blockiert.
Technische Bedeutung: Technisch trennt man Thread-Pools, Connection-Pools oder Queues pro Abhängigkeit.
Typisches Beispiel: Langsame Partner-API verbraucht nicht alle Request-Threads.
Abgrenzung / typischer Fehler: Bulkhead ist Kapazitätsisolation, nicht nur Fehlerlogging.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl082: Ratenbegrenzung

Englischer technischer Begriff: Rate Limiting
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Begrenzt Aufrufe pro Zeitfenster für Fairness und Schutz.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man Token Bucket, Leaky Bucket oder Gateway-Regeln.
Typisches Beispiel: Partner darf 100 Requests pro Minute senden.
Abgrenzung / typischer Fehler: Rate Limiting ist nicht dasselbe wie Authentifizierung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl083: Webhook

Englischer technischer Begriff: Webhook
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: HTTP-Callback, den ein System bei Ereignissen an ein anderes sendet.
Technische Bedeutung: Technisch braucht er Signaturen, Retries, Idempotenz und Dead-Letter-Strategien.
Typisches Beispiel: Payment Provider meldet Zahlungsabschluss per Webhook.
Abgrenzung / typischer Fehler: Webhook ist push-basiert; Polling fragt aktiv ab.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl084: Batch-Schnittstelle

Englischer technischer Begriff: Batch Interface
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Schnittstelle für gebündelte Verarbeitung vieler Datensätze.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt sie Dateien, SFTP, Scheduler, Checkpoints und Fehlerlisten.
Typisches Beispiel: Nächtlicher CSV-Export aller offenen Rechnungen.
Abgrenzung / typischer Fehler: Batch ist nicht automatisch veraltet; oft fachlich sinnvoll.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl085: Dateitransfer

Englischer technischer Begriff: File Transfer
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Austausch von Daten über Dateien statt direkter API.
Technische Bedeutung: Technisch betrifft er Namenskonventionen, Atomic Move, Checksums und Quarantäne.
Typisches Beispiel: Partner legt XML-Dateien in einem SFTP-Inbound-Ordner ab.
Abgrenzung / typischer Fehler: Datei vorhanden heißt nicht Datei vollständig geschrieben.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl086: Nachrichtenwarteschlange

Englischer technischer Begriff: Message Queue
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Asynchrone Punkt-zu-Punkt-Kommunikation mit Entkopplung.
Technische Bedeutung: Technisch konsumiert normalerweise ein Consumer jede Nachricht genau einmal oder mindestens einmal.
Typisches Beispiel: BillingQueue verarbeitet Rechnungsaufträge nacheinander.
Abgrenzung / typischer Fehler: Queue ist nicht Topic; Fan-out ist anders.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl087: Topic

Englischer technischer Begriff: Publish/Subscribe Topic
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Verteilt Ereignisse an mehrere unabhängige Abonnenten.
Technische Bedeutung: Technisch erhalten Subscriber eigene Kopien oder Offsets.
Typisches Beispiel: OrderCreated geht an Billing, Analytics und Warehouse.
Abgrenzung / typischer Fehler: Topic-Nutzung braucht Event-Versionierung und Consumer-Kompatibilität.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl088: Dead-Letter-Warteschlange

Englischer technischer Begriff: Dead Letter Queue / DLQ
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Ablage für Nachrichten, die nach Fehlern nicht verarbeitet werden konnten.
Technische Bedeutung: Technisch erlaubt sie Analyse, Reprocessing und Alarmierung.
Typisches Beispiel: Fehlerhafte InvoiceMessage landet nach fünf Versuchen in DLQ.
Abgrenzung / typischer Fehler: DLQ darf kein unsichtbarer Müllcontainer werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl089: Schema-Evolution

Englischer technischer Begriff: Schema Evolution
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Änderung von Datenverträgen ohne alte Konsumenten sofort zu brechen.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man kompatible Felder, Versionen, Defaults und Contract Tests.
Typisches Beispiel: Neues optionales Feld invoiceLanguage wird ergänzt.
Abgrenzung / typischer Fehler: Breaking Changes müssen bewusst versioniert werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.

gl090: Kanonisches Datenmodell

Englischer technischer Begriff: Canonical Data Model
Priorität: 6/10
Fachliche Bedeutung: Gemeinsames Integrationsmodell über mehrere Systeme hinweg.
Technische Bedeutung: Technisch reduziert es Mapping-Wildwuchs, kann aber zentrale Kopplung erzeugen.
Typisches Beispiel: EnterpriseCustomer wird zwischen CRM, Billing und Portal übersetzt.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jedes System sollte intern das kanonische Modell übernehmen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Schnittstellen, Kopplung, Datenformate und verteilte Kommunikation.
06. Daten, Persistenz und Konsistenz18 Begriffe

Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl091: Relationale Datenbank

Englischer technischer Begriff: Relational Database Management System / RDBMS
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Datenhaltung in Tabellen mit Beziehungen, Constraints und Transaktionen.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt sie SQL, Indizes, Joins, Isolation und ACID-Eigenschaften.
Typisches Beispiel: Oracle speichert Rechnungen, Buchungen und Kundenreferenzen.
Abgrenzung / typischer Fehler: RDBMS ist nicht automatisch die beste Lösung für jedes Such- oder Event-Problem.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl092: SQL

Englischer technischer Begriff: Structured Query Language
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Sprache zum Abfragen und Ändern relationaler Daten.
Technische Bedeutung: Technisch umfasst sie DDL, DML, Joins, Aggregation, Transaktionen und Rechte.
Typisches Beispiel: SELECT berechnet offene Posten pro Kunde.
Abgrenzung / typischer Fehler: SQL ist mehr als einfache CRUD-Abfragen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl093: JDBC

Englischer technischer Begriff: Java Database Connectivity
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Java-Standardzugriff auf relationale Datenbanken.
Technische Bedeutung: Technisch arbeitet JDBC mit Driver, Connection, PreparedStatement und ResultSet.
Typisches Beispiel: Batchjob schreibt Millionen Datensätze mit PreparedStatement-Batches.
Abgrenzung / typischer Fehler: JDBC braucht bewusstes Ressourcenmanagement.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl094: Verbindungspool

Englischer technischer Begriff: Connection Pool
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Wiederverwendung begrenzter Datenbankverbindungen.
Technische Bedeutung: Technisch steuert er Max-Größe, Timeout, Leaks und Validierung.
Typisches Beispiel: HikariCP begrenzt Order-Service auf 30 DB-Verbindungen.
Abgrenzung / typischer Fehler: Mehr Poolgröße hilft nicht, wenn die Datenbank am Limit ist.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl095: Transaktionsisolation

Englischer technischer Begriff: Transaction Isolation
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Regelt, welche parallelen Änderungen sichtbar sind.
Technische Bedeutung: Technisch beeinflussen Isolation Levels Dirty Reads, Non-Repeatable Reads und Phantom Reads.
Typisches Beispiel: Monatsabschluss braucht andere Isolation als einfache Suche.
Abgrenzung / typischer Fehler: Höhere Isolation kann Durchsatz und Locking verschlechtern.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl096: Optimistisches Sperren

Englischer technischer Begriff: Optimistic Locking
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Konflikte werden erst beim Speichern erkannt.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man Version-Spalten oder Timestamps.
Typisches Beispiel: Zwei Sachbearbeiter ändern denselben Vertrag; zweiter Save schlägt wegen Version fehl.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht geeignet, wenn Konflikte sehr häufig sind.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl097: Pessimistisches Sperren

Englischer technischer Begriff: Pessimistic Locking
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Datensatz wird vor Bearbeitung exklusiv gesperrt.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man SELECT FOR UPDATE oder Lock-Modi.
Typisches Beispiel: Auszahlung darf nur einmal gleichzeitig freigegeben werden.
Abgrenzung / typischer Fehler: Kann Deadlocks und Wartezeiten erzeugen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl098: Index

Englischer technischer Begriff: Database Index
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Datenstruktur zur schnelleren Suche und Sortierung.
Technische Bedeutung: Technisch beschleunigt sie Reads, kostet aber Speicher und Schreibaufwand.
Typisches Beispiel: Index auf invoice_number ermöglicht schnelle Rechnungssuche.
Abgrenzung / typischer Fehler: Jeder zusätzliche Index ist nicht automatisch gut.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl099: Ausführungsplan

Englischer technischer Begriff: Query Execution Plan
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Plan der Datenbank, wie eine SQL-Abfrage ausgeführt wird.
Technische Bedeutung: Technisch zeigt er Join-Reihenfolge, Indexnutzung und Kosten.
Typisches Beispiel: Langsame Monatsabfrage wird über Explain Plan analysiert.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht nur die SQL-Länge entscheidet über Performance.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl100: Datenbankmigration

Englischer technischer Begriff: Database Migration
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Versionierte Änderung von Schema oder Referenzdaten.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man Tools wie Flyway oder Liquibase mit kontrollierten Skripten.
Typisches Beispiel: Neue Spalte customer_segment wird vor Deployment ergänzt.
Abgrenzung / typischer Fehler: Manuelle Produktionsänderungen ohne Versionierung sind riskant.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl101: Cache

Englischer technischer Begriff: Cache
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Zwischenspeicher zur Beschleunigung wiederholter Zugriffe.
Technische Bedeutung: Technisch braucht er TTL, Invalidierung, Größe und Konsistenzstrategie.
Typisches Beispiel: Produktkatalog wird für 10 Minuten im Service gecacht.
Abgrenzung / typischer Fehler: Cache ist keine Datenquelle der Wahrheit.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl102: Lese-Modell

Englischer technischer Begriff: Read Model
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Für Abfragen optimierte Datenansicht.
Technische Bedeutung: Technisch kann sie Projektion, Materialized View, Suchindex oder DTO-Tabelle sein.
Typisches Beispiel: Dashboard liest offene Bestellungen aus einer Projektion.
Abgrenzung / typischer Fehler: Read Model ist nicht immer transaktional aktuell.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl103: Outbox-Muster

Englischer technischer Begriff: Outbox Pattern
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Speichert fachliche Events zusammen mit Datenänderung in derselben Transaktion.
Technische Bedeutung: Technisch liest ein Publisher die Outbox und sendet Events zuverlässig weiter.
Typisches Beispiel: Order und OrderCreated-Event werden atomar in DB geschrieben.
Abgrenzung / typischer Fehler: Verhindert verlorene Events zwischen DB und Broker.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl104: Entity

Englischer technischer Begriff: Entity
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Objekt mit Identität und Lebenszyklus.
Technische Bedeutung: Technisch wird es in JPA oft als persistente Klasse mit @Entity abgebildet.
Typisches Beispiel: Customer bleibt derselbe trotz geänderter Adresse.
Abgrenzung / typischer Fehler: Entity ist nicht einfach ein Datencontainer.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl105: Aggregat

Englischer technischer Begriff: Aggregate
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Konsistenzgrenze um zusammengehörige Entities und Value Objects.
Technische Bedeutung: Technisch wird es über Aggregate Root geladen und verändert.
Typisches Beispiel: Order ist Root; OrderLine wird nur über Order geändert.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jede Tabellenbeziehung gehört in dasselbe Aggregat.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl106: Repository

Englischer technischer Begriff: Repository Pattern
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Fachnahe Abstraktion für Laden und Speichern von Aggregaten.
Technische Bedeutung: Technisch kapselt es JPA, JDBC oder externe Speicherzugriffe.
Typisches Beispiel: OrderRepository.findById(OrderId) liefert ein Order-Aggregat.
Abgrenzung / typischer Fehler: Repository ist nicht nur eine beliebige DAO-Klasse.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl107: Data Transfer Object

Englischer technischer Begriff: Data Transfer Object / DTO
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Objekt für Datenübertragung zwischen Schichten oder Systemen.
Technische Bedeutung: Technisch entkoppelt es API-Vertrag von Entity und interner Domäne.
Typisches Beispiel: CreateOrderRequest enthält Felder der REST-Anfrage.
Abgrenzung / typischer Fehler: DTO sollte nicht die gesamte Domänenlogik tragen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.

gl108: Eventual Consistency

Englischer technischer Begriff: Eventual Consistency
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Daten werden nach einer gewissen Zeit konsistent, nicht sofort überall.
Technische Bedeutung: Technisch entsteht sie bei asynchronen Events, Replikation und Projektionen.
Typisches Beispiel: Dashboard zeigt neue Bestellung erst nach Event-Verarbeitung.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit Datenverlust verwechseln; es braucht klare Nutzererwartung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Datenbanken, Transaktionen, Modelle, Konsistenz und Zugriffsmuster.
07. Build, Maven und Lieferung18 Begriffe

Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl109: Build

Englischer technischer Begriff: Build
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Reproduzierbarer Vorgang, der Quellcode in geprüfte Artefakte verwandelt.
Technische Bedeutung: Technisch umfasst er Kompilierung, Tests, Packaging, Analyse und Veröffentlichung.
Typisches Beispiel: CI baut order-service.jar aus einem Git-Commit.
Abgrenzung / typischer Fehler: Build ist mehr als IDE-Kompilierung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl110: Artefakt

Englischer technischer Begriff: Artifact
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Versioniertes Ergebnis eines Builds.
Technische Bedeutung: Technisch kann es JAR, WAR, EAR, POM, Container Image oder SBOM sein.
Typisches Beispiel: billing-api-1.12.0.jar wird in Nexus veröffentlicht.
Abgrenzung / typischer Fehler: Artefakt braucht eindeutige Koordinaten und Nachvollziehbarkeit.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl111: Abhängigkeit

Englischer technischer Begriff: Dependency
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Externe oder interne Bibliothek, die ein Modul benötigt.
Technische Bedeutung: Technisch wird sie über Maven-Koordinaten, Scope und Version aufgelöst.
Typisches Beispiel: order-service hängt von billing-api ab.
Abgrenzung / typischer Fehler: Zu viele Abhängigkeiten erhöhen Angriffsfläche und Konfliktrisiko.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl112: Transitive Abhängigkeit

Englischer technischer Begriff: Transitive Dependency
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Abhängigkeit, die indirekt über eine andere Bibliothek hereinkommt.
Technische Bedeutung: Technisch beeinflusst sie Classpath, CVEs und Version-Konflikte.
Typisches Beispiel: Spring bringt Jackson transitiv mit.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht sichtbare Abhängigkeiten sind trotzdem Teil des Lieferumfangs.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl113: Bill of Materials

Englischer technischer Begriff: Bill of Materials / BOM
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Zentrale Versionsempfehlung für zusammengehörige Bibliotheken.
Technische Bedeutung: Technisch wird sie in Maven über dependencyManagement mit type pom und scope import genutzt.
Typisches Beispiel: Spring Boot BOM koordiniert Spring-, Jackson- und Tomcat-Versionen.
Abgrenzung / typischer Fehler: BOM fügt keine Dependency automatisch hinzu.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl114: Parent-POM

Englischer technischer Begriff: Parent POM
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Vererbte Maven-Konfiguration für Module.
Technische Bedeutung: Technisch steuert es Properties, pluginManagement, dependencyManagement und Regeln.
Typisches Beispiel: Alle Services erben Java-Version und Plugin-Versionen vom Enterprise Parent.
Abgrenzung / typischer Fehler: Parent-POM ist nicht automatisch Aggregator.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl115: Mehrmodul-Build

Englischer technischer Begriff: Multi-Module Build
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Gemeinsamer Build mehrerer zusammengehöriger Module.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt Maven Reactor Reihenfolge, Module und lokale Artefaktauflösung.
Typisches Beispiel: parent, order-api, order-service und billing-adapter bauen zusammen.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jedes Repository muss ein riesiger Multi-Module-Build sein.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl116: Reactor

Englischer technischer Begriff: Maven Reactor
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Maven-Mechanismus zur Sortierung und Ausführung von Modulen.
Technische Bedeutung: Technisch berechnet er Abhängigkeitsreihenfolge und kann Teilbauten starten.
Typisches Beispiel: mvn -pl order-service -am baut benötigte Module mit.
Abgrenzung / typischer Fehler: Reactor ist kein Runtime-Konzept.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl117: Plugin

Englischer technischer Begriff: Maven Plugin
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Erweiterung, die Aufgaben im Build ausführt.
Technische Bedeutung: Technisch bindet sie Goals an Lifecycle-Phasen oder wird direkt aufgerufen.
Typisches Beispiel: maven-surefire-plugin führt Unit Tests aus.
Abgrenzung / typischer Fehler: Plugin-Versionen sollten zentral kontrolliert werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl118: Lifecycle

Englischer technischer Begriff: Maven Lifecycle
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Standardisierte Build-Phasenfolge.
Technische Bedeutung: Technisch gehören validate, compile, test, package, verify, install und deploy dazu.
Typisches Beispiel: mvn verify führt Tests und Prüfungen vor Veröffentlichung aus.
Abgrenzung / typischer Fehler: Lifecycle ist nicht dasselbe wie einzelnes Plugin-Goal.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl119: Profil

Englischer technischer Begriff: Maven Profile
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Bedingte Build-Konfiguration für bestimmte Umgebungen oder Zwecke.
Technische Bedeutung: Technisch aktiviert es Properties, Plugins oder Repositories über Bedingungen.
Typisches Beispiel: ci-Profil aktiviert strengere Analyse.
Abgrenzung / typischer Fehler: Profile dürfen keine unkontrollierte Produktionslogik verstecken.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl120: Repository Manager

Englischer technischer Begriff: Repository Manager
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Zentrale Ablage und Proxy für Artefakte.
Technische Bedeutung: Technisch verwaltet er Releases, Snapshots, Caching, Berechtigungen und Quarantäne.
Typisches Beispiel: Nexus oder Artifactory liefert interne Libraries an CI.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit Git-Repository verwechseln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl121: Snapshot-Version

Englischer technischer Begriff: Snapshot Version
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Nicht endgültige Entwicklungs-Version.
Technische Bedeutung: Technisch kann sie sich unter gleicher Versionsnummer ändern.
Typisches Beispiel: 1.13.0-SNAPSHOT wird im Team während Entwicklung genutzt.
Abgrenzung / typischer Fehler: Snapshots gehören normalerweise nicht in produktive Releases.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl122: Release-Version

Englischer technischer Begriff: Release Version
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Unveränderliche veröffentlichte Version.
Technische Bedeutung: Technisch muss sie reproduzierbar, signiert oder zumindest eindeutig nachvollziehbar sein.
Typisches Beispiel: order-service 1.12.0 wird für Produktion freigegeben.
Abgrenzung / typischer Fehler: Release-Version darf nicht nachträglich überschrieben werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl123: Semantische Versionierung

Englischer technischer Begriff: Semantic Versioning
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Versionierung nach Bedeutung von Änderungen.
Technische Bedeutung: Technisch drückt MAJOR.MINOR.PATCH Brüche, Features und Fixes aus.
Typisches Beispiel: 2.0.0 kann inkompatible API-Änderungen enthalten.
Abgrenzung / typischer Fehler: SemVer funktioniert nur mit disziplinierter Vertragsbewertung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl124: Software-Stückliste

Englischer technischer Begriff: Software Bill of Materials / SBOM
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Liste der Komponenten, Versionen und Lizenzen eines Softwarepakets.
Technische Bedeutung: Technisch wird sie z. B. als CycloneDX oder SPDX erzeugt.
Typisches Beispiel: Security prüft SBOM auf CVEs und Lizenzrisiken.
Abgrenzung / typischer Fehler: SBOM ersetzt kein Dependency-Update-Management.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl125: Continuous Integration

Englischer technischer Begriff: Continuous Integration / CI
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Häufiges integrieren und automatisiertes Prüfen von Änderungen.
Technische Bedeutung: Technisch umfasst CI Build, Tests, Analyse und Feedback pro Commit oder Merge Request.
Typisches Beispiel: GitLab CI baut und testet jeden Branch.
Abgrenzung / typischer Fehler: CI ohne schnelle, verlässliche Tests liefert wenig Nutzen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.

gl126: Continuous Delivery

Englischer technischer Begriff: Continuous Delivery / CD
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Software ist jederzeit auslieferbar, auch wenn Deployment manuell freigegeben wird.
Technische Bedeutung: Technisch braucht es Artefakte, Umgebungs-Konfiguration, Promotion und Rollbackfähigkeit.
Typisches Beispiel: Ein freigegebenes Image kann per Pipeline nach Test und Staging promoted werden.
Abgrenzung / typischer Fehler: CD ist nicht dasselbe wie ungeprüftes automatisches Deploy in Produktion.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Artefakte, Build-Governance, Versionierung und Lieferpipeline.
08. Security, Datenschutz und Compliance-Technik18 Begriffe

Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl127: Authentifizierung

Englischer technischer Begriff: Authentication
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Nachweis, wer oder was eine Identität ist.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man Passwort, Zertifikat, Token, Kerberos, OAuth2 oder OIDC.
Typisches Beispiel: Benutzer meldet sich über Identity Provider an.
Abgrenzung / typischer Fehler: Authentication beantwortet „wer bist du?“, nicht „was darfst du?“
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl128: Autorisierung

Englischer technischer Begriff: Authorization
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Entscheidung, welche Aktion eine Identität ausführen darf.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man Rollen, Claims, Policies, ACLs oder ABAC.
Typisches Beispiel: Sachbearbeiter darf Bestellung sehen, aber keine Gutschrift freigeben.
Abgrenzung / typischer Fehler: Authorization setzt meist Authentication voraus.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl129: Rollenbasierte Zugriffskontrolle

Englischer technischer Begriff: Role-Based Access Control / RBAC
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Berechtigungen werden Rollen statt Einzelpersonen zugeordnet.
Technische Bedeutung: Technisch prüft man Rollen in Gateway, Service oder Policy Engine.
Typisches Beispiel: ROLE_BILLING_ADMIN darf Rechnungen stornieren.
Abgrenzung / typischer Fehler: Rollenexplosion entsteht, wenn Rollen zu fein oder unklar geschnitten werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl130: OAuth 2.0

Englischer technischer Begriff: OAuth 2.0
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Framework für delegierte Autorisierung.
Technische Bedeutung: Technisch arbeitet es mit Clients, Scopes, Access Tokens und Grants.
Typisches Beispiel: Partner-App erhält Token für read:orders.
Abgrenzung / typischer Fehler: OAuth2 ist nicht primär ein Login-Protokoll.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl131: OpenID Connect

Englischer technischer Begriff: OpenID Connect / OIDC
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Identitätsschicht auf OAuth2.
Technische Bedeutung: Technisch liefert sie ID Token, UserInfo und standardisierte Claims.
Typisches Beispiel: Web-Portal nutzt OIDC Login über Keycloak.
Abgrenzung / typischer Fehler: OIDC ist für Login, OAuth2 für delegierte Zugriffserlaubnis.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl132: JSON Web Token

Englischer technischer Begriff: JSON Web Token / JWT
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Kompakter signierter Token für Claims.
Technische Bedeutung: Technisch besteht JWT aus Header, Payload und Signatur.
Typisches Beispiel: Access Token enthält sub, roles und exp.
Abgrenzung / typischer Fehler: JWT sollte nicht blind vertraut werden; Signatur, Issuer und Ablauf prüfen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl133: Transportverschlüsselung

Englischer technischer Begriff: Transport Layer Security / TLS
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Schützt Kommunikation gegen Mitlesen und Manipulation.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt TLS Zertifikate, Handshake, Cipher Suites und Zertifikatsketten.
Typisches Beispiel: REST-Aufrufe laufen über HTTPS.
Abgrenzung / typischer Fehler: TLS schützt Transport, nicht automatisch gespeicherte Daten.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl134: Gegenseitiges TLS

Englischer technischer Begriff: Mutual TLS / mTLS
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Beide Kommunikationspartner weisen Zertifikate nach.
Technische Bedeutung: Technisch authentifizieren sich Client und Server gegenseitig.
Typisches Beispiel: Service Mesh erzwingt mTLS zwischen Services.
Abgrenzung / typischer Fehler: mTLS ersetzt keine fachliche Autorisierung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl135: Cross-Site Request Forgery

Englischer technischer Begriff: Cross-Site Request Forgery / CSRF
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Angriff, bei dem ein eingeloggter Nutzer ungewollt eine Aktion auslöst.
Technische Bedeutung: Technisch schützt man mit CSRF-Token, SameSite-Cookies und geeigneten Methoden.
Typisches Beispiel: Browser sendet Session-Cookie bei fremdem Formular automatisch mit.
Abgrenzung / typischer Fehler: CSRF betrifft vor allem cookiebasierte Browser-Flows.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl136: Cross-Site Scripting

Englischer technischer Begriff: Cross-Site Scripting / XSS
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Einschleusen von Skript in Webseiten anderer Nutzer.
Technische Bedeutung: Technisch schützt man mit Output Encoding, CSP und sicherem Templating.
Typisches Beispiel: Kommentartext enthält Script und wird ungefiltert gerendert.
Abgrenzung / typischer Fehler: Input-Validierung allein ersetzt kein korrektes Output-Encoding.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl137: SQL-Injection

Englischer technischer Begriff: SQL Injection
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Einschleusen von SQL in Datenbankabfragen.
Technische Bedeutung: Technisch verhindert man es mit Prepared Statements und Parameterbindung.
Typisches Beispiel: Login-Abfrage konkateniert Benutzername direkt in SQL.
Abgrenzung / typischer Fehler: Escaping per Hand ist fehleranfällig.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl138: Pfadmanipulation

Englischer technischer Begriff: Path Traversal
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Angriff auf Dateioperationen durch manipulierte Pfade.
Technische Bedeutung: Technisch schützt man mit Normalisierung, erlaubten Basisverzeichnissen und Dateinamen-Validierung.
Typisches Beispiel: ../../etc/passwd darf bei Download nicht außerhalb des Exportordners landen.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nur String startsWith ohne normalize reicht oft nicht.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl139: Geheimnis

Englischer technischer Begriff: Secret
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Schützenswerter Wert wie Passwort, Token oder Schlüssel.
Technische Bedeutung: Technisch gehört er in Vault, Secret Store oder sichere Runtime-Konfiguration.
Typisches Beispiel: DB-Passwort wird aus Kubernetes Secret injiziert.
Abgrenzung / typischer Fehler: Secrets gehören nicht in Git oder Logdateien.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl140: Tresor

Englischer technischer Begriff: Vault / Secret Store
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Zentrale Verwaltung sensibler Konfigurationswerte.
Technische Bedeutung: Technisch bietet er Rotation, Zugriffskontrolle, Audit und kurzlebige Credentials.
Typisches Beispiel: HashiCorp Vault liefert Datenbank-Credentials zur Laufzeit.
Abgrenzung / typischer Fehler: Vault löst nicht automatisch unsichere Nutzung im Code.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl141: Prinzip geringster Rechte

Englischer technischer Begriff: Least Privilege
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Identitäten erhalten nur notwendige Rechte.
Technische Bedeutung: Technisch begrenzt man DB-Rechte, Kubernetes-RBAC, Scopes und Dateizugriffe.
Typisches Beispiel: Read-only Reporting-User darf keine Rechnungen ändern.
Abgrenzung / typischer Fehler: Admin-Rechte als Standard sind ein Architekturfehler.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl142: Eingabevalidierung

Englischer technischer Begriff: Input Validation
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Prüft, ob Eingaben fachlich und technisch akzeptabel sind.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man Typen, Länge, Format, erlaubte Werte und Business Rules.
Typisches Beispiel: IBAN, Betrag und Währung werden vor Verarbeitung geprüft.
Abgrenzung / typischer Fehler: Validierung ersetzt keine Autorisierung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl143: Verschlüsselung ruhender Daten

Englischer technischer Begriff: Encryption at Rest
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Schutz gespeicherter Daten auf Datenträgern oder Backups.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man Datenbank-, Volume- oder Applikationsverschlüsselung.
Typisches Beispiel: Backups mit Kundendaten werden verschlüsselt gespeichert.
Abgrenzung / typischer Fehler: Schlüsselmanagement ist Teil der Lösung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.

gl144: Datensparsamkeit

Englischer technischer Begriff: Data Minimization
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Es werden nur Daten erhoben und gespeichert, die wirklich benötigt werden.
Technische Bedeutung: Technisch beeinflusst sie DTOs, Logs, Events, Retention und Maskierung.
Typisches Beispiel: Import speichert nicht unnötig Geburtsdatum, wenn nur Altersgruppe relevant ist.
Abgrenzung / typischer Fehler: Mehr Daten „für später“ erhöhen Datenschutz- und Sicherheitsrisiko.
Enterprise-Einordnung: Begriffe, die Sicherheitsanforderungen fachlich und technisch verbinden.
09. Cloud, Container und OpenShift18 Begriffe

Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl145: Container

Englischer technischer Begriff: Container
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Isolierter Prozess mit gebündelter Laufzeitumgebung.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt er Namespaces, Cgroups, Image Layers und definierte Entrypoints.
Typisches Beispiel: Java-Service läuft als Container mit JDK Runtime Image.
Abgrenzung / typischer Fehler: Container ist keine vollständige virtuelle Maschine.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl146: Container-Image

Englischer technischer Begriff: Container Image
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Unveränderliche Vorlage zum Starten von Containern.
Technische Bedeutung: Technisch besteht es aus Layers, Manifest, Tags und Digest.
Typisches Beispiel: order-service:1.12.0 wird in Registry gespeichert.
Abgrenzung / typischer Fehler: Tag ist veränderbar; Digest ist eindeutiger.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl147: Registry

Englischer technischer Begriff: Container Registry
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Ablage für Container Images.
Technische Bedeutung: Technisch verwaltet sie Push, Pull, Tags, Signaturen und Berechtigungen.
Typisches Beispiel: OpenShift zieht Images aus interner Registry.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit Maven Repository verwechseln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl148: Kubernetes Pod

Englischer technischer Begriff: Kubernetes Pod
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Kleinste deploybare Einheit in Kubernetes.
Technische Bedeutung: Technisch enthält Pod einen oder mehrere Container mit gemeinsamem Netzwerk und Volumes.
Typisches Beispiel: Order-Service-Pod enthält App-Container und optional Sidecar.
Abgrenzung / typischer Fehler: Pod ist vergänglich und sollte nicht als dauerhafter Server verstanden werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl149: Deployment

Englischer technischer Begriff: Kubernetes Deployment
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Steuert gewünschte Anzahl und Updates zustandsloser Pods.
Technische Bedeutung: Technisch verwaltet es ReplicaSets, Rolling Updates und Rollbacks.
Typisches Beispiel: Order-Service läuft mit drei Replikas.
Abgrenzung / typischer Fehler: Deployment ist für zustandslose Workloads gedacht.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl150: StatefulSet

Englischer technischer Begriff: StatefulSet
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Kubernetes-Controller für zustandsbehaftete Workloads mit stabiler Identität.
Technische Bedeutung: Technisch bietet er feste Pod-Namen und persistente Volumes.
Typisches Beispiel: Kafka oder Datenbank-nahe Komponenten nutzen StatefulSets.
Abgrenzung / typischer Fehler: Normale Java-Services brauchen meist Deployment, nicht StatefulSet.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl151: Service

Englischer technischer Begriff: Kubernetes Service
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Stabile Netzwerkadresse vor Pods.
Technische Bedeutung: Technisch verteilt er Traffic über Labels und virtuelle IP/DNS.
Typisches Beispiel: billing-service ist intern unter DNS-Namen erreichbar.
Abgrenzung / typischer Fehler: Service ist nicht dasselbe wie fachlicher Microservice.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl152: Route oder Ingress

Englischer technischer Begriff: Route / Ingress
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Externer HTTP-Zugang zu Services.
Technische Bedeutung: Technisch steuert er Hostnamen, TLS, Routing und ggf. Policies.
Typisches Beispiel: OpenShift Route veröffentlicht partner-api.company.local.
Abgrenzung / typischer Fehler: Ingress/Route sollte nicht fachliche Logik enthalten.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl153: ConfigMap

Englischer technischer Begriff: ConfigMap
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Nicht geheime Konfiguration für Pods.
Technische Bedeutung: Technisch wird sie als Environment Variable oder Datei eingebunden.
Typisches Beispiel: Feature-Schalter und externe URLs liegen in ConfigMap.
Abgrenzung / typischer Fehler: Passwörter gehören nicht in ConfigMaps.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl154: Kubernetes Secret

Englischer technischer Begriff: Kubernetes Secret
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Ressource für sensible Konfigurationswerte.
Technische Bedeutung: Technisch wird sie base64-codiert gespeichert und über RBAC geschützt.
Typisches Beispiel: DB-Passwort wird als Secret gemountet.
Abgrenzung / typischer Fehler: Base64 ist keine Verschlüsselung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl155: Persistent Volume Claim

Englischer technischer Begriff: Persistent Volume Claim / PVC
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Anforderung an persistenten Speicher.
Technische Bedeutung: Technisch bindet PVC StorageClass, Größe und Zugriffsmode.
Typisches Beispiel: Upload-Verzeichnis nutzt PVC für temporäre Verarbeitung.
Abgrenzung / typischer Fehler: Stateful Daten brauchen Backup- und Recovery-Konzept.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl156: Namespace

Englischer technischer Begriff: Namespace
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Logische Isolation innerhalb eines Clusters.
Technische Bedeutung: Technisch trennt er Namen, RBAC, Quotas und Ressourcenbereiche.
Typisches Beispiel: dev, test und prod laufen in getrennten Namespaces oder Clustern.
Abgrenzung / typischer Fehler: Namespace ist keine harte Sicherheitsgrenze wie ein eigener Cluster.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl157: Ressourcenlimit

Englischer technischer Begriff: Resource Limit
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Obergrenze für CPU oder Speicher eines Containers.
Technische Bedeutung: Technisch beeinflusst es Scheduling, OOMKilled und CPU-Throttling.
Typisches Beispiel: Java-Container bekommt 1Gi Memory Limit und abgestimmten Heap.
Abgrenzung / typischer Fehler: Zu niedriges Limit erzeugt instabile Pods.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl158: Lebendigkeitsprüfung

Englischer technischer Begriff: Liveness Probe
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Prüft, ob ein Container neu gestartet werden soll.
Technische Bedeutung: Technisch ruft Kubernetes HTTP, TCP oder Command Probe auf.
Typisches Beispiel: Wenn App hängt, schlägt /live fehl und Pod startet neu.
Abgrenzung / typischer Fehler: Liveness darf nicht bei kurzer Abhängigkeitspanne fehlschlagen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl159: Bereitschaftsprüfung

Englischer technischer Begriff: Readiness Probe
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Prüft, ob ein Pod Traffic erhalten darf.
Technische Bedeutung: Technisch entfernt Kubernetes nicht bereite Pods aus Service-Endpunkten.
Typisches Beispiel: Während DB-Migration ist /ready false.
Abgrenzung / typischer Fehler: Readiness und Liveness haben unterschiedliche Ziele.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl160: Horizontaler Pod-Autoscaler

Englischer technischer Begriff: Horizontal Pod Autoscaler / HPA
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Skaliert Pod-Anzahl anhand von Lastsignalen.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt er CPU, Memory oder Custom Metrics.
Typisches Beispiel: Order-Service skaliert bei hoher Requestrate auf zehn Pods.
Abgrenzung / typischer Fehler: HPA ersetzt keine Datenbank- und Queue-Kapazitätsplanung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl161: Operator

Englischer technischer Begriff: Kubernetes Operator
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Automatisiert Betrieb komplexer Anwendungen über Custom Resources.
Technische Bedeutung: Technisch codiert er Betriebswissen in Controller-Logik.
Typisches Beispiel: PostgreSQL-Operator verwaltet Backups und Failover.
Abgrenzung / typischer Fehler: Operator ist mächtig, aber erhöht Plattformabhängigkeit.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.

gl162: Helm Chart

Englischer technischer Begriff: Helm Chart
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Paketformat für Kubernetes-Manifeste mit Templates.
Technische Bedeutung: Technisch parametrisiert es Ressourcen über values.yaml.
Typisches Beispiel: Ein Service wird mit Helm je Umgebung unterschiedlich konfiguriert.
Abgrenzung / typischer Fehler: Templating ersetzt keine klare Deployment-Governance.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Container-Betrieb, Kubernetes/OpenShift und cloudnative Plattformen.
10. Betrieb, Observability und Resilience18 Begriffe

Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl163: Monitoring

Englischer technischer Begriff: Monitoring
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Laufende Beobachtung von Systemzustand und Servicequalität.
Technische Bedeutung: Technisch sammelt es Metriken, Logs, Events und Verfügbarkeitsdaten.
Typisches Beispiel: Dashboard zeigt Fehlerquote, Latenz und Queue-Länge.
Abgrenzung / typischer Fehler: Monitoring ohne Handlungsregeln erzeugt nur Datenrauschen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl164: Logging

Englischer technischer Begriff: Logging
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Strukturierte Aufzeichnung relevanter Ereignisse.
Technische Bedeutung: Technisch braucht es Level, Felder, Correlation-ID und Datenschutzfilter.
Typisches Beispiel: Jeder Importlauf loggt Datei-ID, Datensatzanzahl und Ergebnis.
Abgrenzung / typischer Fehler: Logs dürfen keine Secrets oder unnötigen Personendaten enthalten.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl165: Metrik

Englischer technischer Begriff: Metric
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Numerischer Messwert über Zeit.
Technische Bedeutung: Technisch wird sie als Counter, Gauge, Histogramm oder Summary erfasst.
Typisches Beispiel: http_server_requests_seconds misst Latenzen.
Abgrenzung / typischer Fehler: Metriken beantworten Trends, nicht jedes Detail eines Einzelfalls.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl166: Tracing

Englischer technischer Begriff: Distributed Tracing
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Nachverfolgung eines Aufrufs über mehrere Services.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt es Spans, Trace-ID, Parent-ID und Exporter.
Typisches Beispiel: Ein Checkout-Trace zeigt Gateway, Order, Payment und Billing.
Abgrenzung / typischer Fehler: Tracing ersetzt kein fachliches Audit.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl167: Alarmierung

Englischer technischer Begriff: Alerting
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Benachrichtigung bei handlungsrelevanten Zuständen.
Technische Bedeutung: Technisch basiert sie auf Regeln, Schwellwerten, SLOs und Eskalation.
Typisches Beispiel: Fehlerquote über 5 Prozent für 10 Minuten löst Alarm aus.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jede Warnung sollte ein Pager-Alarm sein.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl168: Service-Level-Ziel

Englischer technischer Begriff: Service Level Objective / SLO
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Messbares Ziel für Zuverlässigkeit oder Leistung.
Technische Bedeutung: Technisch definiert es Indikator, Zielwert und Messfenster.
Typisches Beispiel: 99,9 Prozent der Order-API-Requests unter 500 ms.
Abgrenzung / typischer Fehler: SLO ist operativer als SLA und näher am Monitoring.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl169: Fehlerbudget

Englischer technischer Begriff: Error Budget
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Erlaubter Anteil an Nichterfüllung eines SLO.
Technische Bedeutung: Technisch verbindet es Release-Geschwindigkeit mit Zuverlässigkeit.
Typisches Beispiel: Wenn Fehlerbudget verbraucht ist, haben Stabilitätsarbeiten Vorrang.
Abgrenzung / typischer Fehler: Kein Freibrief für schlechte Qualität.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl170: Incident

Englischer technischer Begriff: Incident
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Betriebsstörung mit Nutzer-, Geschäfts- oder Sicherheitsauswirkung.
Technische Bedeutung: Technisch erfordert er Erkennung, Kommunikation, Eindämmung und Wiederherstellung.
Typisches Beispiel: Billing-API ist für Partner nicht erreichbar.
Abgrenzung / typischer Fehler: Incident ist mehr als ein einzelner Fehler im Log.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl171: Runbook

Englischer technischer Begriff: Runbook
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Konkrete Betriebsanleitung für wiederkehrende Situationen.
Technische Bedeutung: Technisch enthält es Diagnosebefehle, Dashboards, Eskalation und Recovery-Schritte.
Typisches Beispiel: DLQ-Reprocessing nach behobener Validierungsregel.
Abgrenzung / typischer Fehler: Runbook muss aktuell und testbar sein.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl172: Postmortem

Englischer technischer Begriff: Postmortem
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Nachanalyse eines Incidents mit Lernfokus.
Technische Bedeutung: Technisch dokumentiert es Timeline, Ursachen, Erkennung, Wirkung und Maßnahmen.
Typisches Beispiel: Nach Datenbankausfall werden Timeout- und Failover-Lücken analysiert.
Abgrenzung / typischer Fehler: Soll nicht Schuldige suchen, sondern System verbessern.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl173: Health Check

Englischer technischer Begriff: Health Check
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Prüfung, ob Anwendung oder Abhängigkeit gesund ist.
Technische Bedeutung: Technisch unterscheidet man oft live, ready und deep checks.
Typisches Beispiel: /actuator/health zeigt DB- und MQ-Status.
Abgrenzung / typischer Fehler: Zu tiefe Checks können selbst instabil machen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl174: Backpressure

Englischer technischer Begriff: Backpressure
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: System signalisiert Überlast statt unbegrenzt Arbeit anzunehmen.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man bounded Queues, Rate Limits, Reactive Streams oder 429 Antworten.
Typisches Beispiel: Import-Service stoppt Annahme neuer Dateien, wenn Worker-Queue voll ist.
Abgrenzung / typischer Fehler: Ohne Backpressure entstehen Speicherprobleme und Kaskadenfehler.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl175: Geordnetes Herunterfahren

Englischer technischer Begriff: Graceful Shutdown
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Anwendung beendet laufende Arbeit kontrolliert.
Technische Bedeutung: Technisch stoppt sie Annahme neuer Requests, verarbeitet aktuelle fertig und schließt Ressourcen.
Typisches Beispiel: Pod erhält SIGTERM und beendet JMS-Consumer sauber.
Abgrenzung / typischer Fehler: Sofortiges kill kann Datenverlust oder doppelte Verarbeitung erzeugen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl176: Notfallwiederherstellung

Englischer technischer Begriff: Disaster Recovery / DR
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Wiederherstellung nach schwerem Ausfall.
Technische Bedeutung: Technisch plant man RTO, RPO, Backups, Replikation und Wiederanlaufverfahren.
Typisches Beispiel: Ausfall eines Rechenzentrums wird durch DR-Standort abgefangen.
Abgrenzung / typischer Fehler: DR ist nicht nur Backup, sondern ein getesteter Prozess.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl177: Backup

Englischer technischer Begriff: Backup
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Kopie von Daten zur Wiederherstellung.
Technische Bedeutung: Technisch braucht es Konsistenz, Verschlüsselung, Retention und Restore-Tests.
Typisches Beispiel: Tägliches Datenbankbackup mit monatlichem Restore-Test.
Abgrenzung / typischer Fehler: Backup ohne getesteten Restore ist eine Hoffnung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl178: Canary Release

Englischer technischer Begriff: Canary Release
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Neue Version wird erst an kleinen Teil des Traffics gegeben.
Technische Bedeutung: Technisch steuert man Routing, Metriken und automatisches Rollback.
Typisches Beispiel: 5 Prozent der Nutzer erhalten neue Order-Version.
Abgrenzung / typischer Fehler: Canary braucht schnelle Erkennung von Problemen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl179: Blau-Grün-Bereitstellung

Englischer technischer Begriff: Blue-Green Deployment
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Zwei Produktionsumgebungen erlauben schnellen Wechsel.
Technische Bedeutung: Technisch ist eine aktiv, die andere vorbereitet und getestet.
Typisches Beispiel: Route wechselt von blue auf green.
Abgrenzung / typischer Fehler: Datenbankänderungen müssen kompatibel geplant werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.

gl180: Feature-Schalter

Englischer technischer Begriff: Feature Flag
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Funktion wird zur Laufzeit aktiviert oder deaktiviert.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt man Konfiguration, Flag-Service oder gezielte Rollouts.
Typisches Beispiel: Neue Rabattlogik ist nur für Pilotkunden aktiv.
Abgrenzung / typischer Fehler: Feature Flags müssen regelmäßig aufgeräumt werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für produktionsfähigen Betrieb, Erkennbarkeit und Ausfallsicherheit.
11. Testing, Qualität und Engineering-Prüfungen18 Begriffe

Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl181: Unit Test

Englischer technischer Begriff: Unit Test
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Testet eine kleine Einheit isoliert und schnell.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt er Testframeworks, Fakes und klare Assertions.
Typisches Beispiel: DiscountCalculatorTest prüft Rabattregeln ohne Datenbank.
Abgrenzung / typischer Fehler: Unit Test sollte nicht heimlich Netzwerk oder Datenbank benötigen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl182: Integrationstest

Englischer technischer Begriff: Integration Test
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Testet Zusammenspiel mehrerer Komponenten oder Infrastruktur.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt er Testcontainer, echte DB, Messaging oder HTTP.
Typisches Beispiel: OrderRepository wird gegen PostgreSQL-Testcontainer geprüft.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jeder langsame Test ist automatisch ein Integrationstest.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl183: Vertragstest

Englischer technischer Begriff: Contract Test
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Prüft, ob Anbieter und Konsument denselben Schnittstellenvertrag verstehen.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt er Pact, Spring Cloud Contract oder OpenAPI-Prüfungen.
Typisches Beispiel: Billing Consumer erwartet Feld invoiceId im Event.
Abgrenzung / typischer Fehler: Contract Tests ersetzen keine fachliche End-to-End-Prüfung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl184: Ende-zu-Ende-Test

Englischer technischer Begriff: End-to-End Test / E2E
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Prüft einen vollständigen Nutzer- oder Systemfluss.
Technische Bedeutung: Technisch verbindet er UI/API, Services, Datenbank und ggf. Fremdsysteme.
Typisches Beispiel: Kunde bestellt Produkt, Rechnung wird erzeugt und Status angezeigt.
Abgrenzung / typischer Fehler: E2E-Tests sind wertvoll, aber teuer und oft fragil.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl185: Testpyramide

Englischer technischer Begriff: Test Pyramid
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Modell für sinnvolle Verteilung vieler schneller und weniger langsamer Tests.
Technische Bedeutung: Technisch priorisiert sie Unit Tests, ergänzt Integration und wenige E2E-Tests.
Typisches Beispiel: Rabattregeln in Unit Tests, API-Vertrag in Contract Tests, Checkout als E2E.
Abgrenzung / typischer Fehler: Keine starre Prozentregel, sondern Architekturhilfe.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl186: Mock

Englischer technischer Begriff: Mock
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Testdouble, das erwartete Interaktionen überprüft.
Technische Bedeutung: Technisch wird Verhalten vorgegeben und Aufrufe werden verifiziert.
Typisches Beispiel: PaymentPort-Mock erwartet authorize mit Betrag 99.90.
Abgrenzung / typischer Fehler: Zu viele Mocks testen Implementierung statt Verhalten.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl187: Stub

Englischer technischer Begriff: Stub
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Testdouble, das feste Antworten liefert.
Technische Bedeutung: Technisch simuliert es einfache Rückgaben ohne Interaktionsfokus.
Typisches Beispiel: CustomerServiceStub liefert bestehenden Kunden.
Abgrenzung / typischer Fehler: Stub ist nicht dasselbe wie Mock.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl188: Testcontainer

Englischer technischer Begriff: Testcontainers
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Bibliothek zum Starten echter Infrastruktur in Containern für Tests.
Technische Bedeutung: Technisch startet sie Datenbanken, Broker oder Services reproduzierbar.
Typisches Beispiel: PostgreSQLContainer ermöglicht echte SQL-Tests in CI.
Abgrenzung / typischer Fehler: Container-Tests brauchen Ressourcen und saubere Parallelisierung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl189: Testfixture

Englischer technischer Begriff: Test Fixture
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Vorbereitete Daten oder Umgebung für Tests.
Technische Bedeutung: Technisch umfasst sie Builder, JSON-Dateien, Datenbankzustand oder Objekte.
Typisches Beispiel: InvoiceFixture.validInvoice() erzeugt konsistente Testrechnung.
Abgrenzung / typischer Fehler: Fixtures dürfen nicht unübersichtlich und global mutierbar werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl190: Flaky Test

Englischer technischer Begriff: Flaky Test
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Test mit wechselndem Ergebnis ohne Codeänderung.
Technische Bedeutung: Technisch entsteht er durch Timing, Reihenfolge, Nebenläufigkeit oder externe Abhängigkeiten.
Typisches Beispiel: Concurrent-Test schlägt nur unter CI-Last manchmal fehl.
Abgrenzung / typischer Fehler: Flaky Tests zerstören Vertrauen in CI.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl191: Mutationstest

Englischer technischer Begriff: Mutation Testing
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Prüft Testqualität durch gezielte Codeveränderungen.
Technische Bedeutung: Technisch erzeugt Tool Mutanten und erwartet, dass Tests sie entdecken.
Typisches Beispiel: Bedingung >= wird zu > geändert; guter Test schlägt fehl.
Abgrenzung / typischer Fehler: Hohe Coverage allein beweist keine starken Assertions.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl192: Statische Analyse

Englischer technischer Begriff: Static Analysis
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Automatische Prüfung von Code ohne Ausführung.
Technische Bedeutung: Technisch findet sie Bugs, Smells, Security-Probleme und Stilabweichungen.
Typisches Beispiel: SpotBugs erkennt fehlerhafte Gleichheitsprüfung.
Abgrenzung / typischer Fehler: Analysewarnungen müssen priorisiert und gepflegt werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl193: Codeabdeckung

Englischer technischer Begriff: Code Coverage
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Messung, welche Codebereiche Tests ausführen.
Technische Bedeutung: Technisch unterscheidet man Line, Branch und Instruction Coverage.
Typisches Beispiel: JaCoCo zeigt ungetestete Fehlerpfade.
Abgrenzung / typischer Fehler: 100 Prozent Coverage bedeutet nicht automatisch gute Tests.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl194: Lasttest

Englischer technischer Begriff: Load Test
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Prüft Verhalten unter erwarteter Last.
Technische Bedeutung: Technisch misst man Durchsatz, Latenz, Fehlerquote und Ressourcen.
Typisches Beispiel: Order-API wird mit 500 Requests pro Sekunde getestet.
Abgrenzung / typischer Fehler: Lasttest braucht realistische Daten und Szenarien.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl195: Stresstest

Englischer technischer Begriff: Stress Test
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Prüft Verhalten über erwarteter Kapazität.
Technische Bedeutung: Technisch zeigt er Bruchpunkte, Backpressure und Recovery.
Typisches Beispiel: Queue wird stärker gefüllt als im Normalbetrieb.
Abgrenzung / typischer Fehler: Ziel ist kontrolliertes Scheitern, nicht nur hoher Durchsatz.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl196: Chaos Testing

Englischer technischer Begriff: Chaos Testing
Priorität: 6/10
Fachliche Bedeutung: Gezielte Störung zur Überprüfung von Resilience.
Technische Bedeutung: Technisch werden Netzwerkfehler, Pod-Kills oder Latenzen injiziert.
Typisches Beispiel: Ein Billing-Pod wird während Lasttest beendet.
Abgrenzung / typischer Fehler: Chaos ohne Observability und Sicherheitsgrenzen ist gefährlich.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl197: Performance Regression

Englischer technischer Begriff: Performance Regression
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Unbeabsichtigte Verschlechterung von Laufzeit oder Ressourcenverbrauch.
Technische Bedeutung: Technisch erkennt man sie durch Benchmarks und Trendvergleiche.
Typisches Beispiel: Neue Mapping-Logik verdoppelt Importdauer.
Abgrenzung / typischer Fehler: Performance muss reproduzierbar gemessen werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.

gl198: Golden-Master-Test

Englischer technischer Begriff: Golden Master Test
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Vergleicht aktuelle Ausgabe mit einer bekannten Referenzausgabe.
Technische Bedeutung: Technisch nützlich bei Legacy-Refactoring, wenn interne Logik schwer verstehbar ist.
Typisches Beispiel: Alte und neue Abrechnungslogik erzeugen identische Ergebnisdatei.
Abgrenzung / typischer Fehler: Golden Master konserviert Verhalten, auch wenn es fachlich fehlerhaft sein kann.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für Testarten, Qualitätssicherung und technische Nachweise.
12. Modernisierung, Legacy und Migration18 Begriffe

Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl199: Legacy-System

Englischer technischer Begriff: Legacy System
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Bestehendes wichtiges System mit Historie, Risiken und oft hohem Geschäftswert.
Technische Bedeutung: Technisch kann es alte Frameworks, enge Kopplung, fehlende Tests oder schweres Deployment haben.
Typisches Beispiel: Java EE 7 EAR auf WebSphere Traditional mit SOAP und EJB.
Abgrenzung / typischer Fehler: Legacy bedeutet nicht wertlos, sondern schwer änderbar.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl200: Technische Schuld

Englischer technischer Begriff: Technical Debt
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Bewusst oder unbewusst aufgeschobene technische Arbeit mit Folgekosten.
Technische Bedeutung: Technisch zeigt sie sich in Kopplung, Duplikaten, fehlenden Tests und Build-Problemen.
Typisches Beispiel: Schneller Fix ohne Transaktionstest erzeugt spätere Release-Risiken.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht jede alte Technik ist automatisch Schuld.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl201: Refactoring

Englischer technischer Begriff: Refactoring
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Verbesserung interner Struktur ohne fachliche Verhaltensänderung.
Technische Bedeutung: Technisch braucht es Tests, kleine Schritte und klare Zielstruktur.
Typisches Beispiel: Monster-Methode wird in Domain-Services und Policies zerlegt.
Abgrenzung / typischer Fehler: Refactoring ist kein Feature-Rewrite.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl202: Replatforming

Englischer technischer Begriff: Replatforming
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Wechsel der Laufzeitplattform mit begrenzten Codeänderungen.
Technische Bedeutung: Technisch wird z. B. von VM zu Container oder anderem App Server migriert.
Typisches Beispiel: Anwendung läuft statt auf alter VM auf OpenShift.
Abgrenzung / typischer Fehler: Replatforming löst nicht automatisch schlechte Architektur.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl203: Rehosting

Englischer technischer Begriff: Rehosting / Lift and Shift
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: System wird weitgehend unverändert auf neue Infrastruktur verschoben.
Technische Bedeutung: Technisch betrifft es Netzwerk, Storage, Runtime und Deployment-Verpackung.
Typisches Beispiel: Legacy-App zieht von Bare Metal auf virtuelle Umgebung.
Abgrenzung / typischer Fehler: Schnell, aber Modernisierungseffekt begrenzt.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl204: Rearchitecting

Englischer technischer Begriff: Rearchitecting
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Grundlegende Umgestaltung der Architektur.
Technische Bedeutung: Technisch verändert es Module, Datenflüsse, Schnittstellen und Betriebsmodell.
Typisches Beispiel: Monolith wird in modularen Kern und Events aufgeteilt.
Abgrenzung / typischer Fehler: Hohes Risiko, daher inkrementell planen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl205: Neuschreiben

Englischer technischer Begriff: Rewrite
Priorität: 6/10
Fachliche Bedeutung: Komplette Neuimplementierung eines Systems oder großen Teils.
Technische Bedeutung: Technisch erzeugt es neuen Code, neue Datenmigration und Parallelbetrieb.
Typisches Beispiel: Altes Portal wird als neue Web-App gebaut.
Abgrenzung / typischer Fehler: Rewrite unterschätzt häufig versteckte Fachregeln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl206: Inkrementelle Migration

Englischer technischer Begriff: Incremental Migration
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Schrittweise Umstellung mit laufendem Nutzen und kontrolliertem Risiko.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt sie Adapter, Parallelbetrieb, Feature Flags und Schnittstellen.
Typisches Beispiel: Erst Reporting, dann Billing-API, später Datenhaltung migrieren.
Abgrenzung / typischer Fehler: Besser steuerbar als Big Bang.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl207: Adapter-Schicht

Englischer technischer Begriff: Adapter Layer
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Technische Übersetzungsschicht zwischen Alt und Neu.
Technische Bedeutung: Technisch kapselt sie Protokolle, Datenformate und Legacy-Semantik.
Typisches Beispiel: REST-Adapter ruft intern SOAP-Billing auf.
Abgrenzung / typischer Fehler: Adapter-Schicht darf nicht zur neuen zentralen Monolith-Logik werden.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl208: Schattenverkehr

Englischer technischer Begriff: Shadow Traffic
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Produktionsverkehr wird zusätzlich an neues System gespiegelt, ohne Ergebnis zu verwenden.
Technische Bedeutung: Technisch vergleicht man Antworten, Latenzen und Fehler sicher im Hintergrund.
Typisches Beispiel: Neue Preisberechnung erhält Kopie der Anfrage und schreibt nur Vergleichslogs.
Abgrenzung / typischer Fehler: Datenschutz und Nebenwirkungen müssen kontrolliert sein.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl209: Datenmigration

Englischer technischer Begriff: Data Migration
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Übertragung und Transformation von Daten in ein neues Modell oder System.
Technische Bedeutung: Technisch umfasst sie Mapping, Qualität, Cutover, Reconciliation und Rollback.
Typisches Beispiel: Kunden- und Vertragsdaten werden von Oracle in neues Schema migriert.
Abgrenzung / typischer Fehler: Datenmigration ist oft riskanter als Codeänderung.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl210: Doppelschreiben

Englischer technischer Begriff: Dual Write
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Schreiben derselben Änderung in zwei Systeme.
Technische Bedeutung: Technisch ist es ohne Transaktionskonzept anfällig für Inkonsistenzen.
Typisches Beispiel: Neue Bestellung wird in Legacy und neues Order-System geschrieben.
Abgrenzung / typischer Fehler: Besser mit Outbox, CDC oder klarer Migrationsphase absichern.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl211: Branch by Abstraction

Englischer technischer Begriff: Branch by Abstraction
Priorität: 8/10
Fachliche Bedeutung: Neue Implementierung wird hinter gemeinsamer Abstraktion eingeführt.
Technische Bedeutung: Technisch erlaubt es schrittweisen Austausch ohne langfristigen Codebranch.
Typisches Beispiel: PaymentPort bekommt LegacyPaymentAdapter und NewPaymentAdapter.
Abgrenzung / typischer Fehler: Nicht mit Git-Branching-Strategie verwechseln.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl212: Datenbankzerlegung

Englischer technischer Begriff: Database Decomposition
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Aufteilung gemeinsamer Datenbankstrukturen nach fachlichen Grenzen.
Technische Bedeutung: Technisch braucht sie Ownership, Replikation, Events und Übergangsstrategien.
Typisches Beispiel: Billing erhält eigene Invoice-Tabellen statt direkter Order-DB-Nutzung.
Abgrenzung / typischer Fehler: Schwierig wegen Reporting, Joins und Transaktionen.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl213: Mainframe-Integration

Englischer technischer Begriff: Mainframe Integration
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Anbindung zentraler Host-Systeme an moderne Anwendungen.
Technische Bedeutung: Technisch nutzt sie MQ, Dateien, APIs, Screen Scraping oder Adapter.
Typisches Beispiel: Java-Service sendet Buchungsauftrag an Host über MQ.
Abgrenzung / typischer Fehler: Mainframe ist oft fachlich kritisch und nicht einfach ersetzbar.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl214: WebSphere Traditional

Englischer technischer Begriff: IBM WebSphere Traditional
Priorität: 7/10
Fachliche Bedeutung: Klassischer Java EE Application Server.
Technische Bedeutung: Technisch betreibt er EARs, EJBs, JTA, Datasources und SOAP-Stacks.
Typisches Beispiel: Legacy Order Billing läuft als EAR auf WebSphere ND.
Abgrenzung / typischer Fehler: Migration erfordert Verständnis von Containerdiensten und Deployment-Deskriptoren.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl215: OpenShift-Migration

Englischer technischer Begriff: OpenShift Migration
Priorität: 9/10
Fachliche Bedeutung: Überführung von Anwendungen in eine Kubernetes-basierte Enterprise-Plattform.
Technische Bedeutung: Technisch betrifft sie Containerisierung, Config, Secrets, Probes, Images und Pipelines.
Typisches Beispiel: WAR wird in modernisiertes Container-Deployment mit Health Checks überführt.
Abgrenzung / typischer Fehler: OpenShift löst keine fachlichen Schnitt- und Datenprobleme automatisch.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.

gl216: Cutover

Englischer technischer Begriff: Cutover
Priorität: 10/10
Fachliche Bedeutung: Kontrollierter Umschaltzeitpunkt von altem auf neues System.
Technische Bedeutung: Technisch braucht er Freeze, Datenabgleich, Smoke Tests, Monitoring und Rollbackplan.
Typisches Beispiel: Am Wochenende wird Rechnungsstellung auf neuen Service umgestellt.
Abgrenzung / typischer Fehler: Cutover ist organisatorisch und technisch kritisch.
Enterprise-Einordnung: Begriffe für bestehende Systeme, technische Schulden und risikoarme Erneuerung.