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OpenShift Developer Sandbox

Der schnellste Weg, oc und OpenShift zu üben: ein kostenloses, gehostetes OpenShift von Red Hat. Kein Server, keine Kosten, keine Kreditkarte. Dafür geteilt, mit Limits und 30 Tagen Laufzeit – perfekt zum Lernen, nicht für Betrieb.

Stand: 29. August 2026 ca. 5 Minuten bis zur ersten App 0 €

Platzhalter einsetzen – werden in allen Befehlen unten ersetzt, nur im Browser, nichts wird gesendet

Das Prinzip

Die Developer Sandbox ist ein geteilter OpenShift-Cluster, den Red Hat betreibt. Du bekommst darin zwei feste Projekte<user>-dev und <user>-stage – mit begrenzter Quota. Du bist Admin in diesen Projekten, aber nicht im Cluster. Nichts zu installieren, nichts zu bezahlen. Dafür: keine eigenen Projekte, Pods werden nach 12 Stunden beendet, und nach 30 Tagen ist alles weg.

Dein Laptop / Browser oc · Web-Console
oder gleich im Browser
Red Hat: geteiltes OpenShift *.openshiftapps.com
deine 2 Namespaces
Wenn du nur schnell oc ausprobieren willst

Bist du hier richtig. Für eigene Operatoren, mehr Namespaces, Dauerbetrieb oder Produktion → die OKD-Single-Node- bzw. OKD-Cluster-Anleitung.

01 Red-Hat-Konto

Kostenlos, keine Kreditkarte. Falls du schon eins hast (Quay, OKD-Doku, Red Hat Developer) – nutzen.

02 Sandbox aktivieren

  • Zu developers.redhat.com/developer-sandbox„Start your sandbox for free“ → einloggen.
  • „Launch your Developer Sandbox for Red Hat OpenShift“ anklicken. Beim ersten Mal: Telefonnummer verifizieren (SMS-Code) – einmalig, gegen Missbrauch.
  • Provisionierung ~1–2 Minuten → „Start using your sandbox“.
  • Deinen Benutzernamen merken (steht oben rechts in der Console) und oben ins Feld eintragen.
Ergebnis

Die Web-Console öffnet sich unter https://console-openshift-console.apps.<cluster>.openshiftapps.com. <cluster> ist z. B. rm3 oder sandbox-m4 – merk dir die volle URL (Uniform Resource Locator).

03 Console & deine Projekte

Kurzer Rundgang, damit du dich zurechtfindest.

  • Oben links die Perspektive: Developer (Topology, App-zentriert) oder Administrator (Ressourcen-Baum). Zum Lernen beide anschauen.
  • Projekt-Auswahl oben: <user>-dev (Standard) und <user>-stage. Mehr gibt es nicht – oc new-project ist gesperrt.
  • +Add = App hinzufügen (Container-Image, Git, Katalog, Samples). Topology = visuelle Übersicht. Builds, Routes, Secrets im linken Menue.
  • Oben rechts: >_ = eingebautes Web-Terminal (mit fertigem oc), ? = Hilfe + CLI-Downloads.

04 oc installieren (oder gleich das Web-Terminal nehmen)

Am schnellsten: das Web-Terminal in der Console (>_ oben rechts) – oc ist dort schon da und schon eingeloggt. Für lokal:

Laptop · PowerShell
winget install RedHat.OpenShift-Client     # 'oc' + 'kubectl'

Alternativ in der Console: ?Command Line Toolsoc herunterladen und in einen PATH-Ordner legen.

05 oc login – Token holen

Die Sandbox nutzt kurzlebige Tokens statt einer dauerhaften kubeconfig. Du holst den Login-Befehl aus der Console.

  • Console oben rechts: dein Name → „Copy login command“.
  • Neuer Tab → ggf. nochmal einloggen → „Display Token“.
  • Den angezeigten Befehl kopieren und in PowerShell ausführen:
Laptop · PowerShell
oc login --token=sha256~XXXXXXXX --server=https://api.<cluster>.openshiftapps.com:6443

oc whoami          # dein Benutzername
oc project         # -> <user>-dev
Token läuft ab

Nach ~24 Stunden ist das Token ungültig („Unauthorized“). Dann einfach in der Console neu holen. Es gibt bewusst keinen dauerhaften Zugang.

06 Erste App deployen

Zwei Wege – CLI (Command-Line Interface) oder Console. Beide landen in <user>-dev.

Laptop · PowerShell (→ Sandbox)
oc project <user>-dev
oc new-app --image=quay.io/redhattraining/hello-world-nginx:latest --name=web
oc expose service/web
oc get route web

Die Route ist eine echte öffentliche URL mit gültigem TLS (Transport Layer Security), etwa web-<user>-dev.apps.<cluster>.openshiftapps.com – im Browser öffnen. Gut für Demos.

Console-Weg: +AddContainer Image (Image eintippen) oder Import from Git (S2I baut aus deinem Repo). Aufräumen: oc delete all -l app=web.

07 Limits verstehen

Laptop · PowerShell
oc describe resourcequota
oc describe limitrange
  • Quota: begrenzt (Richtwert ~7 GB RAM, ~15 GB Storage, wenige gleichzeitige Pods) – die genauen Werte zeigt der Befehl oben.
  • Pods nach 12 h weg: Ein Pod, der 12 Stunden am Stück läuft, wird automatisch gelöscht. Das Deployment startet ihn neu – aber es ist kein Dauerbetrieb.
  • VMs (OpenShift Virtualization) werden nach 1 Stunde heruntergefahren.
  • Kein cluster-admin: keine ClusterRoles, kein Zugriff auf openshift-*-Namespaces, keine cluster-weiten Operatoren, keine eigenen CRDs (Custom Resource Definitions).
  • Keine eigenen Projekte: oc new-project schlägt fehl – arbeite in -dev / -stage.
  • StorageClass ist vorgegeben. PVCs (PersistentVolumeClaims) nur im Rahmen der Quota.

08 Extras: Dev Spaces, Pipelines, GitOps

In der Sandbox schon nutzbar bzw. per Self-Service – genau die Dinge, die man sonst schwer testen kann.

  • OpenShift Dev Spaces – browserbasierte IDE (VS Code / JetBrains im Browser). Button in der Console oder workspaces.openshift.com. „Repo öffnen, direkt im Cluster entwickeln“.
  • OpenShift Pipelines (Tekton)+Add → Pipelines, tkn-CLI, oc get pipelines.
  • OpenShift GitOps (Argo CD) – deklaratives Deployment aus Git.
  • OpenShift Serverless (Knative) – scale-to-zero Services/Functions.
  • OpenShift AI – Jupyter-Notebooks, Modell-Serving (eigene Sandbox-Variante).
  • Samples & Templates+Add → Samples: fertige Beispiele in Quarkus, Node, Python, Go, .NET …

+ Wenn die Sandbox abläuft

  • Laufzeit: 30 Tage. Danach wird die Umgebung gelöscht – alle Deployments, Routes und Daten sind weg.
  • Neu holen: zurück auf die Sandbox-Seite → erneut „Launch“ → frische, leere Projekte.
  • Deshalb: alles Wichtige als YAML (YAML Ain't Markup Language) in Git halten – oc get deploy,svc,route,cm,secret -o yaml > stand.yaml – und in der neuen Sandbox mit oc apply -f stand.yaml zurückspielen. Das ist ohnehin die richtige Arbeitsweise.

+ Wofür geeignet – wofür nicht

GeeignetNicht geeignet
oc-Befehle & OpenShift-Konzepte lernen (Projects, Routes, BuildConfigs, ImageStreams, DeploymentConfigs, Templates) Dauerhafte Workloads (12-h-Pod-Limit)
S2I-Builds aus Git ausprobieren Alles mit cluster-admin: eigene Operatoren, CRDs, openshift-*
Pipelines / GitOps / Serverless / Dev Spaces anschauen Eigene Namespaces / mehr als 2 Projekte
Demos & Schulungen (echte öffentliche URLs) Produktion, Kundendaten, Verfügbarkeitsanspruch
Schnell etwas testen ohne jedes Setup Lasttests, große Workloads (Quota)

+ Der nächste Schritt

Wenn dir die Sandbox zu eng wird – nach Aufwand:

WegKostenWas du dazu bekommst
Developer Sandbox0 €Diese Anleitung. Geteilt, 2 Projekte, 30 Tage, 12-h-Pods.
OKD (OpenShift Kubernetes Distribution) Single-Node (eigener 1-Node)CPX42 ~0,10 €/hGanzes OpenShift inkl. Web-Console, kein Zeitlimit, voller Admin. Braucht WSL2 (Windows Subsystem for Linux 2) + 16 GB (Gigabyte).
OKD-Cluster (echt, mehrknotig)~150–220 €/MonHA-etcd, Web-Console mit OperatorHub, Worker-Nodes, Updates. Die volle Erfahrung.

Reihenfolge: SandboxOKD Single-NodeOKD-Cluster. Jeweils eine eigene Anleitung in dieser Sammlung.

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